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Sprint am Wind

Marketing & Betriebsführung
Sprint am Wind

Der Mercedes Sprinter ist Namensgeber und Bestseller der großen Transporter. Unter dem gelifteten Blech der neuen Generation sorgen Assistenzsysteme für ein Höchstmaß an Sicherheit – davon konnte sich unser Autor Andreas Fritzsche auf der Teststrecke persönlich überzeugen.

Andreas Fritzsche

Neue Scheinwerfer, veränderte Kotflügel, eine etwas höher stehende Haube und neue Kühlerlamellen – früher hieß so eine Korrektur Facelifting. Doch Mercedes-Benz spricht beim aktuellen Sprinter von einer neuen Generation, und das hat seinen Grund: Neue Assistenzsysteme machen das Auto sicherer. Am Rande der Teststrecke sind Windgeneratoren aufgebaut, die orkanartige Böen auf die Strecke blasen. Der Kastenwagen wird leicht nach links gedrückt – und bleibt nahezu in der Spur! Zu verdanken haben wir das dem »Crosswind Assist«, der den Einfluss von Seitenwind auf das Fahrzeug fast vollständig kompensiert – serienmäßig. In einer anderen Ecke der Teststrecke jagt der Testfahrer den Sprinter-Kombi auf einen stehenden Citan zu: Plötzlich Vollbremsung – und wir stehen nur mit Zentimeterabstand zum Hindernis. Die zweite Demonstration: Wieder nähert sich der Citan bedrohlich. Der Fahrer tritt auf die Bremse, steht förmlich im Fahrerraum – dann rammen wir den Citan, der zum Glück eine Atrappe ist! »Zu spät gebremst«, meint der Testfahrer lächelnd. Im Ernstfall hätte es höchstens einen leichten Blechschaden gegeben. Der Abstands-Assistent hat reagiert – zum Stehen kam das Auto zu spät, weil der Fahrer zu spät das Bremspedal drückte.
Immer auf Abstand
Ein Radarsensor im vorderen Stoßfänger misst fortlaufend den Abstand zum vor uns fahrenden Fahrzeug in der gleichen Fahrspur und die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zueinander. Daraus errechnet der Abstands-Assistent den Sicherheitsabstand. Eine Warnleuchte macht auf zu geringen Sicherheitsabstand aufmerksam. Die dynamische Abstandswarnung wird ausgelöst, sobald sich das eigene Fahrzeug mit hoher Differenzgeschwindigkeit dem vorausfahrenden Fahrzeug annähert. In diesem Fall erfolgt sowohl eine optische als auch eine akustische Warnung. Zu geringer Abstand zählt zu den gefährlichsten Verkehrssituationen. Durch radarbasierte Assistenzsysteme können viele Unfälle vermieden oder in ihrer Schwere vermindert werden.
Die Spur halten
Spurwechsel in der Stadt oder Überholmanöver außer Orts und auf der Autobahn – hier wie dort müssen Fahrer in Sekundenschnelle sicherheitsrelevante Entscheidungen treffen. Der Sprinter hat große Außenspiegel mit einem weitem Sichtfeld und Weitwinkelgläsern. Der neue optionale Totwinkel-Assistent hilft zusätzlich: Sensoren erkennen während der Fahrt ein Auto oder Motorrad im toten Winkel, ein Warnsignal erscheint im Außenspiegel. Erkennt das System über die Betätigung des Blinkers, dass der Fahrer trotzdem die Spur wechseln will, wird er zusätzlich mit einem akustischen Signal gewarnt.
Noch gefährlicher ist ein unfreiwilliger Spurwechsel. In diesem Fall warnt der Spurhalte-Assistent: Eine Kamera hinter der Windschutzscheibe filmt die vorausliegende Fahrbahn. Droht der Transporter ohne gesetzten Blinker oder ohne parallel erfolgende Veränderungen der Gas- oder Bremspedalstellung die seitliche Markierung zu überfahren, schließt das Steuergerät auf ein ungewolltes Verlassen der Fahrspur und warnt mit einem akustischen Signal.
Bestmögliche Sicht ist ebenfalls eine wesentliche Voraussetzung für sicheres Fahren. Große, lichtstarke Scheinwerfer sind im Sprinter selbstverständlich. Wer noch mehr will, kann besonders starke Bi-Xenon-Scheinwerfer ordern. Neu ist der Fernlicht-Assistent: Damit niemand versehentlich geblendet wird, erkennt eine Kamera auf der Innenseite der Frontscheibe entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge und schaltet automatisch auf Abblendlicht um. Die Fahrerassistenz ist als Sicherheitspaket für 1190 Euro netto bestellbar.
Saubere Motoren
Der neue Sprinter ist als erster Transporter mit Motoren der Abgasstufe Euro VI lieferbar. Sie bleiben in den Grundzügen und Leistungsdaten unverändert, das Abgas wird nachbehandelt (BlueTec) um Einspritzverlauf und Verbrennung sowie den Ladedruck zu optimieren. Im Mittelpunkt der Dieselmotoren für den Sprinter steht der Vierzylinder OM 651 mit 2150 ccm Hubraum, der auf der Landstraße mit einem Verbrauch von 6,3 l/100 km bei 165 g CO2/km überzeugt. Serienmäßig an Bord ist auch ein Wartungsrechner, der Ölwechseltermine verschleißabhängig ermittelt. So steigen die ohnehin großen Wartungsintervalle auf bis zu 60 000 km.
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