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Schreiners Wunschmobil

Marketing & Betriebsführung
Schreiners Wunschmobil

Wie sieht das ideale Schreinermobil aus? Bei einem Innovationsforum sammelte der Fahrzeugausbauer Sortimo die guten Ideen der Holz-Handwerker.

Gemeinsam mit Kunden Lösungen erarbeiten – unter diesem Motto stand das Innovationsforum Schreiner 2005 von Sortimo in Zusmarshausen. Das Unternehmen, das erst kürzlich für sein Globelyst-Space-Frame-System mit dem weltweit höchsten Sicherheitsstandard von TÜV Automotive dekoriert wurde, zielt beim Ausbau von Branchenfahrzeugen auf noch mehr Effektivität, Wirtschaftlichkeit, praktischen Nutzen und Sicherheit. Als Basis dienen vorhandene Sortimo-Komponenten, die sogenannten Branchenblöcke.

Nach den Malern und den Elektrikern hat Sortimo kürzlich 15 Schreiner aus Baden-Württemberg und Bayern zum Fachgespräch gebeten. Einer vor ihnen ist Markus Bauer, Innenausbauer und Fliesenleger aus Markt Indersdorf bei München. Er fährt schon längere Zeit einen Mercedes-Vito mit Sortimo-Branchenblock, den er für seinen individuellen Bedarf noch verfeinerte. So verkleidete er zuvor ungenutzte Wandflächen mit Teppichen, an denen sich leichtes Werkzeug mit Klettband transportsicher befestigen lässt.
Von dieser und anderen PraktikerIdeen waren die Fachleute begeistert. Sortimo-Entwicklungschef Franz Stegherr: „Sehr lehrreich, sehr interessant, wir haben viel erfahren und noch mehr gelernt.“ Beispielsweise dass die Schreiner kaum noch Dachgepäckträger benötigen; oder dass die Steckdosen zum Aufladen von Akkus heute nicht mehr nur 12, sondern bis zu 18 V Spannung liefern müssen. Weitere Wünsche und Anregungen der Anwender betrafen
• eine Durchlademöglichkeit zum Cockpit für längere Gegenstände
• den Gewichtsverlagerungsausgleich beim Anhängen eines beladenen Reffs
• einen Werkzeugwagen mit großen Rädern zum einfacheren Transport von Werkzeug zur Baustelle, eventuell. mit ausklappbarer Arbeitsfläche
• einen kleinen, leichten Schraubstock zum Sägen und zur Bearbeitung von Metall- und Kunststoffteilen
• eine Kühl- und Wärmebox zum Transport von Quellbändern, Silikon und Leimen
• eine stufenlose Arretierung der Transportsicherungsstangen, beispielsweise durch Dauermagnete am Fahrzeugdach
• zusätzliche große Innenböden zum liegenden Transport größerer Werkstücke
Sortimo prüft jetzt die Schreiner-Vorschläge auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit für die Kunden. Bis Ende dieses Jahres soll entschieden sein, welche von ihnen Eingang in das Sortimo-Ausbau-System finden, das entweder einen Werks- oder einen Vor-Ort-Service in den Niederlassungen oder bei Sortimo-Partnern vorsieht. Das System ist übrigens für alle gängigen Transporter geeignet.
Wenn es soweit ist, dürfte Markus Bauer, den sein gelber Vito-Kastenwagen „noch nie im Stich gelassen hat“, zu den ersten gehören, die den Einbau der neuen Komponenten ins Auge fassen. Die haben neben ihren praktischen Vorteilen ja noch einen Sinn: Wie alle Teilnehmer am Sortimo-Symposium bestätigten, macht es immer einen guten Eindruck, wenn der Schreiner mit einem sauberen, aufgeräumten Fahrzeug beim Kunden erscheint. Brigitte Rolfes
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