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Nicht nur fürs Gelände

Marktübersicht
Nicht nur fürs Gelände

Wer seinen Transporter abseits befestigter Straßen fahren muss, wird ohne Vierradantrieb nicht auskommen. Allradgetriebene Fahrzeuge sorgen aber auch bei widrigen Wetterverhältnissen für mehr Sicherheit. Andreas Fritzsche hat zusammengestellt, was der Markt bietet.

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Während sich die Kollegen vom Bau mit ihren Fahrzeugen oft durch zerfurchtes Gelände arbeiten müssen, ist das Gröbste meist vorbei, wenn Tischler und Schreiner auf der Baustelle vorfahren. Doch gibt es Situationen, in denen auch Ausbauhandwerker für ein allradgetriebenes Fahrzeug dankbar sind – nicht nur im Winter. Schwierigste Zufahrten meistert der Mercedes-Benz Sprinter 4×4 souverän, glatte Pisten, Sand, Geröll und verschlammte Baugruben sind sein Revier. Auch von außen zeigt die vorn um 110 mm und hinten um 80 mm angehobene Karosserie ihre Geländegängigkeit. Der Allradantrieb ist zuschaltbar und kostet 8603 Euro netto Mehrpreis. Der Vito 4×4 überzeugt durch überlegene Traktion und einfaches Handling des permanenten Allradantriebs: Dosiert Gas geben und lenken, den Rest regelt die Technik. In heiklen Situationen sorgt sie für ein Maximum an Zugkraft und Sicherheit. Der Allrad-Vito ist in allen Längen als Kastenwagen, Mixto mit zweiter Sitzreihe sowie als Kombi erhältlich. Der Nettoaufpreis für den Allradantrieb beträgt 3333 Euro.

Da geht immer noch was
Wenn die Karosserie auch etwas kleiner sein darf, hat Volkswagen mit dem neuen Caddy den idealen Allrad-Transporter im Programm. Bedächtig, aber beständig fährt er über nasse Straßen, verschneite Anstiege, schlammige Feldwege oder schnurrt über grobe Schotterstraßen. Grenzen im Gelände setzt dem Auto nur die limitierte Bodenfreiheit. Der Caddy ist der einzige Stadtlieferwagen mit Vierradantrieb ab Werk. Der permanente Allradantrieb »4Motion« zeigt sich einem zuschaltbaren deutlich überlegen. Die Geradeausfahrt war trotz eines starken Seitenwindes optimal. Volkswagen bietet zudem einen Caddy im Offroad-Style. Er heißt Alltrack und ist ebenfalls als Kastenwagen und Pkw erhältlich. Im Gelände macht auch der Transporter T6 mit Allradantrieb ab Werk einen guten Job: Als Kastenwagen und Kombi, kurz oder lang, mit Normal-, Mittel- und Hochdach fährt er sicher auf unbefestigten Straßen und im Schnee. Es werden Euro 5 Motoren mit 140 PS und 180 PS sowie Euro 6 Motoren mit 150 PS und 204 PS angeboten.
Beim Allradantrieb im Ford Transit wird das Drehmoment entsprechend der Straßenbedingungen auf die Vorderräder übertragen. Sensoren werten im Abgleich mit dem ESP kontinuierlich Daten aus. So ist es möglich, Fahrbahnbeläge mit nur geringem Reibungswiderstand, zum Beispiel auf Glatteis oder feuchtem Laub, zu erkennen und gezielt die Traktion zu optimieren.
Allradantrieb vom Zulieferer
Der Fiat Ducato 4×4 hat einen Vierradantrieb des französischen Spezialisten Dangel. Das System baut auf zwei Verteilergetrieben und einem modifizierten Längsgetriebe auf. Dieser Ducato wird ausschließlich als 2,3-Liter-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen mit 96 kW / 130 PS oder 110 kW / 150 PS gebaut. Umbau auf den Allradantrieb ist für den Fiat Ducato und Fiat Ducato Maxi in fünf Aufbaulängen (L1 bis L5) sowie für die Aufbauversionen Kastenwagen, Einzelkabine, Doppelkabine sowie Fahrgestell durchführbar. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt zwischen 3,0 und 3,5 Tonnen. Dangel rüstet auch die Transporter von Citroën und Peugeot mit Allradantrieb aus.
Unwegsames Gelände ist für den Iveco Daily 4×4 Pritschenwagen kein Hindernis. Mit Normalkabine ist er in den Radständen 3050 mm und 3400 mm erhältlich, mit Doppelkabine, in der bis zu sieben Personen bequem überall hinkommen, im Radstand 3400 mm. Zwischen Motor und Verteilergetriebe mit vier Untersetzungen verrichtet ein 6-Gang-Getriebe seine Arbeit, sodass insgesamt 24 Gänge möglich sind. Während der Pritschenwagen ab Werk geliefert wird, baut der Zulieferer Achleitner den Kastenwagen zum Allrad-Transporter um – ebenso übrigens auch den Crafter von Volkswagen.
Wo auf normalem Weg nichts mehr geht, hat der Mercedes-Benz Sprinter 6×6-Transporter seinen großen Auftritt: Der dreiachsgetriebene Umbau des Allrad-Spezialisten Oberaigner kommt überall durch. Nettopreis: 48 000 Euro. Allrad-Umbauten für Opel Movano, Renault Master und Nissan NV 400 bietet Oberaigner zum Aufpreis von 11 800 Euro netto an.

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Andreas Fritzsche war mit einem Oberaigner-Allrad-Sprinter in schwerem Gelände unterwegs. Welche Transporter ab Werk mit Allradantrieb erhältlich sind und welche Hersteller Umbauten anbieten, hat er für dds zusammengestellt.
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