Geschichten aus dem wahren Leben. Die Kolumne von Schreinermeister Laurenz E.

Ingenieure unerwünscht? Bei uns nicht.

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Bild: Artqu, Adobestock

Anfang des Jahres hat im süddeutschen Raum ein Handwerksmeister von sich reden gemacht, der gewisse Berufsgruppen (Ingenieure, Professoren) bestimmter Firmen nicht mehr bedient. Sie seien ihm zu arrogant, zu kleinlich und auch deren Zahlungsmoral ließe zu wünschen übrig. Zugegeben: eine legitime Vorgehensweise und letztlich jedem selbst zu überlassen!

Ich für meinen Teil kann diesem Geschäftsgebaren nichts abgewinnen. In Zeiten konjunktureller Höhenflüge ist dieser öffentlich gemachte Kundenausschluss sicher verschmerzbar. Mit der Gewissheit, künftig auch einen wirtschaftlichen Abschwung bewältigen zu müssen, halte ich solche Aussagen für sehr ungeschickt. »Hochmut kommt vor dem Fall« kommt mir da in den Sinn! .

Vom gesellschaftlich-sozialen Aspekt mal ganz abgesehen: Hat uns unsere Geschichte nicht unmissverständlich klargemacht, dass der öffentliche Ausschluss und die Pauschalierung bestimmter Personengruppen – in welchem Zusammenhang auch immer – noch nie zu einem glücklichen Ende geführt haben!

Ich muss sagen, dass unser Betrieb in den vergangenen zehn Jahren genau die o. g. Personengruppe verstärkt in den Kundenstamm aufnehmen durfte. Und was soll ich sagen? Es gibt nicht das geringste Problem – im Gegenteil. Diese Herrschaften zählen zu unseren treuesten Kunden! Die Belegschaft eines Automobilkonzerns bietet genauso einen Querschnitt der menschlichen Charaktere wie die Gesamtheit der Gesellschaft. Und eines darf man bei dieser Diskussion nicht außer Acht lassen: es gibt auch berechtigte Reklamationen. Vielleicht kann oder konnte derbetreffende Kollege die in ihn gesetzten Erwartungen einfach nicht erfüllen. Wir kennen ja nur die eine Seite.

Sicher ist, dass Reklamationen, wenn man gut mit ihnen umgeht, auch eine Chance sind, die Servicequalität des Betriebes zu beweisen. Dass es natürlich auch mal Kunden gibt, mit denen man letztlich nicht zu Rande kommt, ist unbestritten, aber – Gott sei Dank – bei uns sehr selten

Ihr Laurenz E.

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