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Jeep Compass und Renegade als Plug-in-Hybride

Fahrbericht: Jeep Compass und Renegade als Plug-in-Hybride
Für grüne Asphalt-Cowboys

Die Jeep-Modelle Compass und Renegade zeigen auch als Plug-in-Hybride ihre Offroader-Gene und garantieren Fahrspaß auf der Straße und im Gelände.

Jens und Patricia Fritzsche, Freie Journalisten

Jeep bringt Renegade und Compass als erste Plug-in-Hybride der Traditionsmarke auf den Markt. Kein Zufall, haben sie doch größere Geländemodelle wie den Grand Cherokee an der Spitze verdrängt. Die Plug-in-Hybride tragen außen als Erkennungszeichen einen blauen Rand um das Jeep-Logo sowie am Heck den Schriftzug »4xe«. Unter dem Blech macht eine Systemleistung von 190 oder 240 PS den Unterschied zum reinen Verbrenner: Zwei Motoren übertragen die Kraft auf die Räder. Ein 1,3-l-Turbobenziner mit 130 oder 180 PS und 270 Nm Drehmoment treibt die Vorderräder an, ein E-Motor mit 60 PS und 250 Nm übernimmt die Arbeit hinten. Um im Normalbetrieb Energie einzusparen, wurde die Beschleunigung eher defensiv ausgelegt, doch tritt man energisch auf das Pedal, ziehen Compass und Renegade so dynamisch durch, dass die geschmeidige Sechs-Stufen-Wandler-Automatik etwas ruppiger als gewohnt antwortet.

Für Straße und Gelände

Eine optimierte Gewichtsverteilung durch die beiden Motoren sorgt für eine gute Straßenlage. Die straffe Federung kommt mit den etwa 200 kg Mehrgewicht der 4xe-Modelle gut zurecht und schluckt souverän die Unebenheiten der Straße. Mit beiden Fahrzeugen macht es viel Spaß, um die Ecke zu zirkeln, wobei der Renegade noch einen Tick knackiger abgestimmt ist als der familientauglichere Compass. Ein Vergnügen ist der Offroad-Einsatz: Allradantrieb einschalten, den Fahrmodus zur Traktionskontrolle auswählen und mit Schritttempo ins Gelände. Egal ob Schrägfahrt, Gräben oder Hügel, die Jeeps Compass und Renegade beherrschen den Parcours. Im Allradantrieb spielen sie den Vorteil der beiden Motoren voll aus, denn jede Achse wird einzeln angetrieben. Eine mechanische Kraftübertragung auf eine der Achsen ist nicht nötig. Zudem bieten sie insgesamt mehr Drehmoment als nur ein Verbrenner. Und wenn der Akku im Allradmodus leer ist, produziert der Benziner durch einen integrierten Startgenerator einfach Strom für den Elektromotor an der Hinterachse.

Intelligente Fahrmodi

Innen sind auf den ersten Blick keine Unterschiede zu den benzinbetriebenen Jeeps zu finden. Es gibt zwei Rundinstrumente in der Instrumententafel, die aber auf der rechten Seite nun den Energieverbrauch des E-Motors anzeigen. Außerdem haben die Hybriden drei Schalter hinter dem Automatikhebel, über die die Fahrmodi aktiviert werden. Der Hybrid-Modus ist der Alltagsmodus und startet automatisch mit dem Anlassen des Fahrzeugs. Der Jeep fährt überwiegend elektrisch, bei zügiger Fahrweise, durchdrehenden Hinterrädern oder mehr als 130 km/h schaltet sich der Benziner dazu. Im Modus Electric arbeitet nur der E-Motor. Ist der Akku voll, sind 45 km Reichweite (WLTP) möglich. Ist die Batterie leer, übernimmt der E-Save-Modus die Weiterfahrt. Er konzentriert sich auf die Erhaltung beziehungsweise die Erhöhung der Batteriekapazität und nutzt deshalb hauptsächlich den Verbrenner. Der Modus lädt die Batterie maximal bis zu 80 Prozent auf. Ganz geladen wird der 11,4 kWh große Akku an einer Steckdose. Je nach Stromquelle beträgt die Ladezeit zwischen 1 Stunde 40 Minuten und dreieinhalb Stunden. Der Benzintank mit 36,5 l Inhalt bietet eine Reichweite von etwa 400 km.

Die 4xe-Modelle gibt es in den drei höherwertigen Ausstattungen Limited, S sowie Trailhawk jeweils mit Vierrad-Antrieb. Frontantrieb ist ab sofort nur noch beim Verbrenner erhältlich. Der Nettoeinstiegspreis liegt bei Renegade und Compass unter 40 000 Euro, sodass der Käufer die maximale Umweltprämie von aktuell 6750 Euro für Plug-in-Hybride erhält. Damit kosten die 4xe-Modelle abzüglich Prämie nur wenige Hundert Euro Aufpreis. Dafür profitiert der Käufer von mehr Leistung im System, weniger Verbrauch und reduzierter Dienstwagensteuer.

Förderung von Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb

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