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Gesellenstücke aus Berlin - dds – Das Magazin für Möbel und Ausbau

Meisterstücke
Gesellenstücke aus Berlin

Im Juli 2008 zeigte die Tischlerinnung Berlin in Kooperation mit der Marcel Breuer Schule eine bunte Vielfalt der Gesellenstücke. Monika Linder war für uns vor Ort und hat verschiedene gestalterische Ansätze dokumentiert.

Baufachfrau Berlin e.V./JN

Rückblickend auf die Ausbildung ist das Gesellenstück für viele Tischler und Schreiner das am persönlichsten geprägte Werkstück ihrer beruflichen Laufbahn. Nie wieder ist man in vergleichbarer Weise mit Mut und Neugierde im Gepäck sein eigener Auftraggeber. Als Momentaufnahme der persönlichen Kreativität und Fertigkeit entstehen Möbel oft in eigenwilligem Stil, manchmal auch als Stilblüte …
Andere entscheiden sich lieber für ein bewährtes Möbelkonzept. Die Kür findet dann oft im Kleinen statt, wenn Details ausdrucksvoll gestaltet und in Szene gesetzt werden. Ganz praktische Aspekte können ebenfalls Motivation für das Gesellenstück sein: Es braucht jemand aktuell ein Bett, einen Schrank oder einen Schreibtisch. Allen Ansätzen gemeinsam ist die Suche nach Möbeln, die in Ästhetik und Qualität ansprechen und unser Leben begleiten sollen.
Als Antwort auf das eingeschränkte Platzangebot in der eigenen Wohnung zeigten die Berliner Azubis eine große Auswahl an multifunktionalen Möbeln: Svenja Kurz kann ihren Büroturm in drei Hocker verwandeln, der Esstisch von Boris Ingmar Grantz wird mit einem Handgriff zum Schreibtisch. Etwas mehr Aufwand kommt auf Daniela Gehlis zu, wenn sie Anrichte und Wandbild zum Essplatz für sechs Personen umbauen will. Ein selbst konzipierter Beschlag lässt die schmale Anrichte zum Tisch werden. Die Materialien sind effektvoll kombiniert. Daniela Gehlis erhielt den Publikumspreis und den ersten Preis im Wettbewerb Gute Form. Zu bedenken ist allerdings, ob die Multifunktion nicht mit einem unangemessen hohen Aufwand erkauft wird. Eine grundsätzliche Frage, die sich bei allen sehr komplexen Möbelkonzeptionen stellt.
Luise Hanstein hat sich mit ihrem Ausziehtisch einer hohen handwerklichen Anforderung gestellt. Konstruktiv und formal orientiert sie sich aber am klassischen Vorbild. Auch so kann man an das Gesellenstück herangehen. Das Risiko ist überschaubar, man schult sich an bewährten Vorbildern.
Sebastian Wagner greift mit seiner Wandskulptur ein Thema auf, das bei den Ausstellungen seltener geworden ist, aber immer wieder auftaucht: die Kombination eines fein gearbeiteten Möbels mit dem rohen Stamm oder Ast. Die aufwendige Durchdringung soll das fertige Möbelstück in Beziehung zum Rohmaterial setzen. Monika Linder,
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