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Meisterstück: Hochbeiniger Weinschrank

Hochbeiniger Weinschrank mit eingebautem Kühlschrank
Eleganter Hochbeiner

Die elegante Form des hochbeinigen Weinschranks von Stephan Overhagen korrespondiert perfekt mit dem Verwendungszweck als Aufbewahrungsmöbel für Weine und Zubehör.

Die Mitte des in der Vorderansicht symmetrischen Weinschranks bildet ein Apothekerauszug: Er nimmt auf paarweise angeordneten Rundholzstäben liegend Flaschen unterschiedlicher Durchmesser auf, die gut einsehbar sind und bequem entnommen werden können. Der Auszug ist unten mechanisch geführt und oben mit einem halben Rundstab in einer Kehle zentriert. Er lässt sich mit einem selbst entwickelten Öffnungsmechanismus entriegeln, der in einer der nächsten Ausgaben vorgestellt werden soll. Links von diesem Auszug sind hinter einer Drehtür ausgefälzte Leisten zur Aufhängung von Gläsern vorgesehen. Ein kulissengeführter, mit Linoleum belegter Fachboden auf einem Tablarauszug dient zur Verkostung der Weine. Darunter sind mechanisch unterflur geführte Schubkästen platziert. Rechts ist die Vorderfront als Blende ausgeführt, dahinter befindet sich, stirnseitig eingebaut, ein Weinkühlschrank. Die Korpusseite ist als auf Gehrung einschlagende Tür ausgebildet.

Der massiv erscheinende Korpus in Rüster wird horizontal umlaufend von einer anthrazitfarbenen, trapezförmig einspringenden Griffnut gegliedert. Sie verleiht dem Stück rundum die gleiche Seitenansicht und setzt sich auch im Innenraum farblich vom Holz ab. Zwischen den hohen Beinen des Möbels und dem aufliegenden Korpus dient ein anthrazitfarbener »Zargenkasten« in der Anmutung eines Gussteils als formale Vermittlung. Dieser Block aus hochfestem PU-Schaum wurde CNC-gefräst, gespachtelt und in Metalloptik lackiert. Er integriert die Aufnahme der als schlanke Kegel gedrechselten Beine, die mit ihren eingelassenen verstellbaren Bodengleitern erlauben, das Möbel standsicher frei im Raum zu platzieren. Der durchdachte Form-, Farb- und Materialkontrast des Möbelstücks macht das Meisterstück zu einem besonderen Blickfang und korrespondiert perfekt mit der Verwendung zur Aufbewahrung und Verkostung von erlesenen Weinen.


Eckhard Heyelmann, Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer. Von 1990 bis 2001 hat er als Leiter der Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen auch die Entwicklung der Meisterstücke betreut.


 

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