Wettbewerb Gute Form Wesel: Gesellenstücke

Spiel der Gegensätze

Mit einfachen Mittel viel erreichen, ist immer wieder ein Erfolgsrezept der Gesellenstücke aus der Innung Wesel: Die Beschränkung auf wenige Materialien und klare Kontraste eröffnet nicht selten die Bühne für überraschende Details.

Aus einer guten idee und handwerklichem Geschick entstehen in der Innung Wesel Jahr für Jahr hervorragend gestaltete Gesellenstücke. Es ist dabei kein Geheimnis, dass Prüfungsvorsitzender Jochem Reichenberg und Ausbildungsleiter am HBZ Moers, Peter Lindenbeck, den Azubis bei der Idee anlässlich der Zeichnungsvorlage etwas auf die Sprünge helfen – auch darin sehen sie ihre Aufgabe. Dass diese Saat aufgeht, davon konnte ich mich als Jurymitglied der Guten Form auf Innungsebene in Moers überzeugen. Die nachgeschärften und auf den Punkt gebrachten Entwürfe sind in der Regel einfacher als vorher, sie kommen mit weniger Materialien aus und bringen diese dafür in ein spannungsreiches Verhältnis. So ist ein Flurmöbel nicht mehr symmetrisch, kombiniert geschickt zwei unterschiedliche Türkonzepte, legt den Oberboden nicht nur oben auf das Stück, sondern verbindet ihn einseitig mit der Seitenwange. Wie man mit Wasser und einfachen Zutaten kocht, will gelernt sein und das braucht meisterliche Vorbilder. –JN