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Gesellenstücke aus der Innung Wesel 2020

Gesellenstücke aus der Innung Wesel 2020
Hotspot am Niederrhein

Die Gesellenstücke der Innung Wesel überzeugen auf breiter Ebene durch kreative Ideen, Erfindergeist und ihre überdurchschnittlich gute handwerkliche Umsetzung.

Waren es in den vergangenen Jahren einzelne Leuchtturmstücke, die aus der Tischlerinnung Wesel in die Republik ausstrahlten, brachte die diesjährige Gute Form auf Innungsebene neun mit Preisen und Belobigungen ausgezeichnete Arbeiten hervor. Eine schöne Entwicklung, die in der Innung Wesel auch in der überbetrieblichen Ausbildung am HBZ Moers verankert ist: Peter Lindenbeck, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum als Werkstattleiter begeht, und Jochem Reichenberg, Prüfungsvorsitzender und Lehrlingswart, arbeiten hier seit Jahren erfolgreich zusammen, um die Entwürfe der Auszubildenden in ihrem Potenzial auszureizen. Die Kontinuität, mit der jährlich handwerklich und gestalterisch sehr gute und oft sogar herausragende Gesellenstücke gezeigt werden können, setzt Maßstäbe für den Nachwuchs. Dazu gehört, mit Anerkennung nicht zu geizen.

Neun Auszeichnungen sind insgesamt vergeben worden, darunter ein erster und zwei zweite Preise, drei Sonderpreise sowie drei Belobigungen. Mit der Formulierung der Sonderpreise Technik Innovation, Handwerk Innovation und Klassik Massiv stehen drei Gesellenstücke im Fokus, die Schwerpunkte setzen und besondere Begabungen zeigen. So gelingt es zum

Beispiel Jonas Paus, seinen Schreibtisch mit einer selbst entwickelten elektromechanischen Kinematik auszustatten, die mit der Eleganz eines Cabriodaches einen Sekretäraufsatz aus der Ebene heraushebt. Man kann über das Verhältnis von Aufwand und Ertrag streiten – unbestritten ist diese Entwicklungsleistung für den weiteren Berufsweg ein Gewinn! Jana Hülser hat in einem massiven Tischgestell mit schwebender Platte zwei von außen verborgene Kipp-Schiebe-Laden untergebracht. Sie sind ohne Beschläge ganz aus der handwerklichen Konstruktion heraus entwickelt und zeigen eine überzeugende Funktionalität.

Mit dem Sonderpreis Klassik Massiv hat die Jury den Kirschbaumtisch von Robin Sternol ausgezeichnet. Er überzeugt in fachgerechter Massivholzkonstruktion nach allen Regeln der Kunst, die in einem stark vom Plattenbau dominierten Handwerk in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht neu in ihrer eingeschriebenen Sinnhaftigkeit und Ästhetik entdeckt werden.


dds-Redakteur Johannes Niestrath war im Juni 2020 als Jurymitglied im Wettbewerb Gute Form auf Innungsebene Wesel dabei. Trotz Corona konnten Wettbewerb und eine Lossprechung mit Preisverleihung stattfinden.


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