Auf den Spuren Kolpings

An der Werkakademie für Gestaltung Hessen haben Studierende im Rahmen der Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk Kreuzmotive für 45 Hotelzimmer des Kolping Hotels in Frankfurt gestaltet und dabei Gewerkegrenzen überwunden.

Die Wanderschaft war in vielen Gewerken Pflicht, wenn sich ein Geselle zum Meister fortbilden wollte – auch Adolph Kolping war als Schuhmachergeselle auf Wanderschaft, bevor er im Alter von fast 24 Jahren das Gymnasium besuchte, um Theologie zu studieren und Priester zu werden. Als Gründer des Kölner Gesellenvereins ist er im Handwerk eine Ikone.

An der Werkakademie für Gestaltung Hessen ist das Motiv der Wanderschaft ebenfalls lebendig: Die Weiterbildung von Gesellen zum Gestalter im Handwerk ist gewerkeübergreifend organisiert. Darin liegt das Potenzial, eigene Fertigkeiten weiterzugeben und ebenso den eigenen Horizont zu erweitern.
Wandern zwischen den Gewerken als schöpferischen Prozess zu begreifen, der ganz neue Ergebnisse hervorbringen und das eigene Denken verändern kann, ist eine Frucht der »Kolpingkreuze«, mit der die Beteiligten vielleicht gar nicht gerechnet haben. Eine Wegzehrung im Sinne Kolpings, der die Gesellenvereine als Herberge und Schule verstanden hat, an denen Gesellen Gemeinschaft pflegen und sich fachlich, religiös und politisch bilden konnten. JN

Werkakademie Hessen
Gewerkeübergreifende Weiterbildung für Gesellen zum Gestalter im Handwerk über vier Semester. Jeweils 1200 Euro Semestergebühr.
Werkakademie für Gestaltung Hessen 34123 Kassel Tel.: (0561) 959633-3, Fax: -2 www.werkakademie-kassel.de