Ausstellung »Mikrowohnen auf 27 m²«

Wie werden wir wohnen?

Der Berliner Einrichtungsplaner Minimum hatte 14 Architekturbüros eingeladen, Entwürfe für das Wohnen auf kleinstem Raum zu entwickeln. Als Diskussionsgrundlage für das Leben als »small world network« zeigen sie vor allem eines – multifunktionale Einbaumöbel.

Wie werden wir wohnen, wenn das Leben als »small world network« organisiert ist? Das bewegt seit 2014 Architekten, Projektentwickler und Designer in Berlin. Sie erforschen urbane Veränderungsprozesse und gesellschaftliche Trends, um zukunftsweisende Wohn- und Einrichtungskonzepte zu entwickeln.

Die Ausstellung »Mikrowohnen auf 27 m²« ist das Ergebnis eines geladenen Wettbewerbs: Der Berliner Einrichtungshändler und -planer Minimum hatte 14 Berliner Architekturbüros eingeladen, ihre Ideen zum Wohnen auf minimaler Fläche zu entwickeln – ein Trend, der vor dem Hintergrund einer zunehmenden Bevölkerungsdichte nicht nur in Berlin an Relevanz gewinnt. Wettbewerb und Ausstellung sollen auf der Berliner Designmeile einen Beitrag zum Diskurs über die Zukunft des innerstädtischen Wohnens leisten.
Mit ausgestreckten Armen einen Schritt nach links, einen Schritt vorwärts, einen Schritt rückwärts – soviel Raum braucht der Mensch als Minimum zum Leben. Das postulierte der Architekt Le Corbusier in den 1940er- Jahren mit seinem an den menschlichen Maßen orientierten Proportionssystem Modulor. Die Ausstellung Mikrowohnen stellt nun die Frage zur Disposition, ob Wohnen auf kleinstem Raum mehr Wohnraum in Innenstädten schaffen kann und dazu auch ein sinnvolles Modell ist, die kommunikative Vernetzung ihrer Bewohner zu beleben. Dazu will sie an erster Stelle klären, mit welchen Innenraum- und Möblierungskonzepten neue Qualitäten und Komfort entstehen. Es überrascht und überrascht doch nicht, dass die Entwürfe einige Lösungen zeigen, die vor Jahrzehnten bereits ähnlich gedacht worden sind: Modulare und multifunktionale Möbel waren schon die Antwort auf das räumlich begrenzte Wohnen in der Nachkriegszeit. Wenn sich Architekten nun an die Möglichkeiten der Einbaumöbel zurückerinnern und zeitgemäße Konzepte für wandelbare Innenräume entwickeln, kann das versierte Tischler und Schreiner im Land aufhorchen lassen – ihre Kompetenz wird in hohem Maße gefragt sein. –JN

Steckbrief

Die Ausstellung zum Wettbewerb ist vom 6. bis 31. Oktober 2016 im Berliner Stilwerk zu sehen. Die Entwürfe auf dieser Seite sind ausgezeichnet worden, Gewinner ist das Büro BFS Architekten. Alle Entwürfe werden im Maßstab 1:20 gezeigt, der Siegerentwurf zusätzlich im Maßstab 1.3.

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