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„Weniger Bürokratie, mehr Effizienz“

Foto: Holz-BG
Holz-BG und Sicherheitsingenieure streiten über neue Wege im Arbeitsschutz für kleinere Handwerksbetriebe.

Die Berufsgenossenschaften haben sich auf eine einheitliche sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung von Handwerksbetrieben mit bis zu 50 Beschäftigten geeinigt. Danach kann ein Unternehmer künftig auf die formale Bestellung eines Betriebsarztes oder Sicherheitsingenieurs verzichten, wenn er nach entsprechender Ausbildung und Motivation das Nötige für Sicherheit und Gesundheitsschutz in seinem Betrieb selbst veranlasst. Die als bürokratisch kritisierte Einsatzzeit gibt es bei der „alternativen Betreuung“ nicht mehr. Bei Betrieben bis zu zehn Beschäftigten gilt dieser Ansatz künftig generell, also auch ohne spezielle Ausbildung und Motivation des Unternehmers.

Miturheber dieser neuen Betreuung ist die Holz-BG. Sie setzte am 1. April 2004 eine Unfallverhütungsvorschrift „Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ in Kraft, die auch für größere Betriebe keine Einsatzzeit vorsieht. Der Unternehmer formuliert konkrete Aufträge an die Sicherheitsfachkraft auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung. Als Hilfe dienen Checklisten der Holz-BG.
Kritisiert wird die Entwicklung vom Verband der Deutschen Sicherheitsingenieure (VDSI), der die Einsatzzeit als konkreten Rechtsrahmen schmerzlich vermisst und sogar die Gefahr zunehmender Arbeitsunfälle und höherer Regressrisiken sieht. Dagegen verweist die Holz-BG darauf, dass seit der Einführung ihrer Unfallverhütungsvorschrift die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent und die der neuen Unfallrenten sogar um 25 Prozent gesunken sei.

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