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Wasser marsch!

Illustration: Anne Rapp
Beim Thema Einrichten von Bädern winken die meisten Kollegen desinteressiert ab: zu klein die Nische, zu schwer die Akquise und überhaupt … Der Wellness-Trend sorgt jedoch dafür, dass das Bad zunehmend als Wohnraum begriffen wird und damit auch für Tischler und Schreiner ein Betätigungsfeld darstellt.

Wellness ist seit einiger Zeit allgegenwärtig. Was Wellness genau ist, kann eigentlich fast niemand wirklich erklären. Schon vor eineinviertel Jahren haben wir uns in einem Titelthema (dds 6/03) mit Wellness beschäftigt.

Hinter dem inflationierten Begriff steckt einer der großen gesellschaftlichen Mega-Trends: Gesundheit. So zumindest sieht es Thomas Huber, Experte für Konsumententrends beim Zukunftsinstitut in Kelkheim und Autor der Studie „Zukunft des Handwerks“. Mit der Sättigung der materiellen Grundversorgung beginnen sich die Menschen aktiv um ihre Gesundheit zu kümmern. Und zwar nicht um Gesundheit im Sinn von „Nicht-krank-sein“, sondern von Vorbeugung. Gesundheit ist dabei umfassend zu verstehen als körperliche (Fitness), geistige (Sinn, Erfüllung) und emotionale Gesundheit (gutes Gefühl). Huber nennt das die Suche nach Balance.
Wodurch der gestresste Mensch von heute seine Balance erzielt, ist sehr unterschiedlich. Neben Faktoren wie Bewegung, Ernährung usw. spielt die Wohnung, das Zuhause eine zentrale Rolle. Feng Shui, Baubiologie, ökologisches Bauen, mondgeschlagenes Holz, Farbklimaberatung etc. gewinnen ihre aktuelle Bedeutung aus dem Bedürfnis des Menschen nach Entspannung und seelischer Ausgeglichenheit.
Vor diesem Hintergrund ist auch die Aufwertung des Badezimmers zu sehen, das mit Hilfe von Design und Technik zu einer Oase des Wohlbefindens erhoben wird. Immer geht es um dabei um die individuelle Umsetzung eines persönlichen Lebensstils, eine Aufgabe, die mit industriell gefertigten Produkten „von der Stange“ kaum zu realisieren ist, sondern nach kreativen, gestaltenden Handwerkern verlangt. Wer ein Gefühl für die Beweggründe seiner Kunden entwickelt, wird mit seinem Angebot ins Schwarze treffen. Das Beispiel der Schreinerei Müther (S. 66/67) zeigt, wie das aussehen kann. HJG

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