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Tapetenwechsel ist angesagt

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Tapetenwechsel ist angesagt

Illustration: Anne Rapp
Fast jeder möchte gerne mal etwas Neues sehen, und zwar nicht nur im Urlaub sondern auch in den eigenen vier Wänden. Arbeiten im Bestand hat daher immer Konjunktur. Und lassen sich Energiekosten sinnvoll einsparen, stimmen Fördergelder sogar knausrige Investoren milde.

Wenn Räume ein neues Gesicht bekommen, bleibt manchmal kein Stein auf dem anderen. Zwischen Renovieren, Sanieren und Restaurieren können Welten liegen, doch Tischler und Schreiner wissen, dass der Übergang oft fließend ist. Stehen Gebäude unter Denkmalschutz, ist die Lage eindeutig. Doch was geschieht in den typischen Altbauten, für die niemand einen roten Faden vorgibt? Oft ist es weniger eine Frage des Geldes, sondern vielmehr eine Frage des Gespürs, wohin die Reise geht, ob in die Zukunft oder die jüngere und ältere Vergangenheit.

Es gibt Kollegen, denen sind Denkmalschützer ein rotes Tuch. Kann man doch nicht so arbeiten, wie es schneller, bequemer und oft auch vermeintlich besser möglich wäre. Tischlermeister Carsten Rieckhoff hat dieses Problem nicht. Er ist den Wurzeln des Handwerks bewusst treu geblieben und verarbeitet Vollholz wie Tischler und Schreiner das schon immer getan haben. Das spricht sich herum und beschert ihm inzwischen entsprechende Aufträge, bei denen es auf das „wie“ und nicht das „irgendwie“ ankommt. Unser Beitrag „Deutsche Eiche für Friedrich den Großen“ wird Ihnen ein beeindruckendes Bild seiner Arbeit vermitteln (Seiten 74 bis 77).
Einen ganz anderen Schritt hat die Schreinerei Müller aus Reckendorf nach einem Entwurf von Neumayr Design in München gewagt. Eine Wohnung aus den 60er-Jahren bekommt neue Kleider: Während sich manche Leute für viel Geld mit Retro-60er-Charme umgeben, wurde hier mit gekonntem Einsatz von Licht und akzentreicher Möblierung das Gegenteil erreicht. Das Ergebnis ist ein stimmiges interaktives Ambiente, das sich in keine Stilschublade einordnen lässt (Seite 78).
Unsere Kunden haben oftmals ganz andere Sorgen: Bauen im (bewohnten) Bestand verursacht erheblichen Dreck. Herbert Grundler hat dieses Problem erkannt und bietet Handwerkern eine Vollausstattung für saubere Baustellen und glückliche Hausfrauen an. Zum so genannten „Staubfrei Konzept“ gehört neben einer mobilen Staubschutztür, Vlies und Überziehschuhen sogar eine Luftfilteranlage (Seite 80).
Weitere Produktideen runden unser Titelthema ab. Besonders sei auch auf das Fortbildungsprogramm im Schloss Raesfeld hingewiesen (Kasten Seite 82). Noch ein Tipp: Vom 27. bis 30. Oktober findet in Leipzig die „denkmal 2004“ statt, die Messe für Restaurierung, Denkmalpflege und Stadterneuerung. JN
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