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»Passt prima zu meinem Betrieb«

Schreinermeister Robert Müller versteht seinen Betrieb eher als Dienstleister, denn als Schreinerei. Das Thema Sicherheit ist ihm eine willkommene Ergänzung seines Angebotsspektrums.

Wir sind keine Schreinerei im klassischen Sinn« sagt Robert Müller, Schreinermeister und Inhaber eines Betriebes mit zehn Mitarbeitern in Augsburg (www.schreinerei-mueller.de). »Oder kennen Sie einen Schreiner, der angerufen wird, wenn ein Wespennest zu entfernen ist, oder drei Fliesen am Balkon locker sind?« Müller, das muss man wissen, erzielt 40 Prozent seines Umsatzes mit Hausverwaltungen, Mehrfamilienhausbesitzern u. ä. Für die ist er Mädchen für alles, rund um die Uhr erreichbar, wenn es sein muss auch am Feiertag. Die anderen 60 Prozent erwirtschaftet er zum wesentlichen Teil in einem Feld, dass er selbst mit »Altbausanierung« umschreibt. Dazu zählt er z. B. Fenster modernisieren oder erneuern, Denkmalschutz, Bodenbelagsarbeiten, Trockenbau, Dachfenster. Der Möbel- und Innenausbau spielt bei ihm eher eine untergeordnete Rolle. Einer, für den der Blick über das eigene Gewerk hinaus alltäglich ist, ist folgerichtig auch Mitglied der Qualitätsgemeinschaft »Entspannt modernisieren«.

Während Robert Müller hier schon länger aktiv ist, hat ihn das Thema Sicherheit erst seit diesem Jahr so richtig gepackt. »Es passt einfach gut zu meinem Angebotsspektrum und zur Struktur meines Betriebes«. Zu dieser Struktur gehört, dass die Mitarbeiter von Müller ihre Aufträge soweit als möglich selbstständig ausführen. Das fängt bei der eigenständigen Terminvereinbarung mit dem Kunden an und reicht bis zur Materialbestellung. Jeder Mitarbeiter verfügt über ein eigenes Firmenhandy und ist somit für seine Kunden direkt erreichbar. »Die vielen Klein- und Kleinstaufträge könnte ich anders gar nicht effizient abwickeln«, sagt Robert Müller dazu.
Zum Einstieg in den Bereich der Gebäudesicherheit hat Müller gemeinsam mit fünf Mitarbeitern zunächst zwei Türöffnungsseminare besucht. Bevor man Maßnahmen zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl verkauft, sollte man wissen, wo die Schwachstellen sind, so seine Überlegung. Dann folgten die Grund- und Aufbauschulung des Fachbetriebes Gebäudesicherheit, und damit auch der Eintrag in die Errichterliste der Polizei. »Daraus resultieren im Moment auch die meisten Aufträge« so Robert Müller. Ein solcher typischer Auftrag ist die Nachrüstung von Fenstern und Türen mit verdeckt liegenden Beschlägen, Auftragswert irgendwo zwischen 1000 und 12000 Euro. Müller setzt das Nachrüstsystem von Siegenia-Aubi ein, mit dem sich auch die Beschläge der meisten anderen Hersteller aufwerten bzw. ergänzen lassen (siehe Kasten unten).
Aufschraubsicherungen steht er eher skeptisch gegenüber. »Die sind optisch nicht gerade eine Augenweide und teilweise umständlich zu montieren. Problematisch ist auch, dass diese Produkte in jedem Baumarkt herumliegen. Da sieht der Kunden nur den vermeintlich günstigen Preis und kann nicht nachvollziehen, wieso ich einschließlich Montage 200 Euro dafür verlange«.
Ein »wesentliches« Standbein wird die Sicherheitstechnik bei Müller nicht werden. »Mein Ziel sind zwei bis drei Aufträge pro Monat, bei denen es um die Nachrüstung mit innenliegenden Beschlägen geht. Wenn ich das bis in etwa zwei Jahren erreicht habe, bin ich vollauf zufrieden« so sein Fazit. Dabei ist er überzeugt davon, dass das zu schaffen ist: »Wenn ich das Thema werbemäßig erstmal richtig aufgebaut habe, sollte das hinhauen. Der Bedarf ist jedenfalls da«. HJG

Tipp Nachrüstung leicht gemacht

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Siegenia-Aubi hat ein cleveres Produkt- und Servicekonzept zur Fensternachrüstung entwickelt.
Trotz der offensichtlichen Chancen haben viele Tischler und Schreiner das Nachrüstgeschäft bislang noch nicht für sich entdeckt. Technische Probleme wie z.B. die eindeutige Bestimmung des vorhandenen PVC-Fenstersystems oder der aufwändige, in Einzelfällen gar unmögliche Wechsel der Lagerstellen hielten sie davon ab. Lange Lieferzeiten, komplizierte Bestellverfahren und Mindermengenzuschläge taten ein Übriges.
Dass es auch anders geht, zeigt die Siegenia-Aubi Sicherheits-Service GmbH mit ihrer Systemlösung für die Nachrüstung von Fenstern und Türen.
Diese beinhaltet die Schulung von Errichterfirmen und wird ergänzt durch vertiefende Montageschulungen auf freiwilliger Basis. Die eigentliche Auftragsabwicklung wird durch ein einfaches Bestellwesen leicht gemacht. Das Formular lässt sich schnell ausfüllen und erübrigt aufwändige Recherchen nach Profilen, Bauteilen und Bestellnummern. Detaillierte Beschlagkenntnisse sind nicht erforderlich, es müssen lediglich die Fenstermaße eingetragen werden. Eine hundertprozentige Lieferfähigkeit wird gewährleistet – unabhängig vom jeweiligen Rahmenprofil – da die benötigten Teile individuell gefertigt werden. An Stelle des komplizierten Lagerstellenwechsels tritt ein Teilaustausch der Beschlagtechnik. Dabei werden die gelieferten Bauteile an die vorhandenen Fremdbeschläge angekoppelt. Für Probleme bei der Montage steht ein telefonischer Support zur Verfügung. Produkte zur elektronischen Überwachung von Gebäuden runden das Programm ab. Sie stellen eine wichtige Ergänzung zu mechanischen Sicherheitsbeschlägen dar und bieten eine geschickte Verbindung von Sicherheit, Komfort und intelligenter Technik.
Siegenia-Aubi Sicherheits-Service GmbH 66709 Weiskirchen Tel.: (06876) 990020 www.siegenia-aubi.com

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