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Fertigung im Tischler- und Schreinerhandwerk
Die optimale Werkstatt heute

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Die App ProductionManager von Homag dient als digitale Auftragsmappe für die Werkstatt Beleg: Homag Group AG
CNC-Technik und die Digitalisierung ändern die Arbeitsweise von Tischlern und Schreinern. Wohlfühlen, Ergonomie und Ordnung bleiben zwar weiterhin ein Muss für flüssiges Arbeiten. Jedoch kann der Betrieb über die Stellschraube Werkstatt heute noch viel mehr erreichen.

Wie sieht heute eine optimale Werkstatt aus?

Zunächst einmal muss sie die Grundvoraussetzungen erfüllen. Auf jeden Fall muss sich die Belegschaft wohlfühlen. Außerdem sollte die Ergonomie stimmen, vor allem in den Bereichen Beleuchtung, Lärm, Klima und Luftqualität. Eine optimale Werkstatt läuft flüssig: ohne Suchen, ohne Warten, ohne schweres Heben, ohne Bücken, ohne unnötige Wege.

Drei Inhabertypen

Was darüber hinaus zur optimalen Werkstatt gehört, hängt davon ab, wofür der Inhaber brennt. Das Gros der Tischler und Schreiner lässt sich irgendwo zwischen folgenden drei Polen einordnen:

Zum einen gibt es den leidenschaftlichen Tischler und Schreiner. Seine Mitarbeiter sollen sich möglichst alleine ganz auf den Kunden einstellen, alles im Blick haben und sich auch um alles kümmern, vom Aufmaß über die Konstruktion, die Fertigung bis zur Montage.

Ganz anders verhält sich der Digitalisierer. Er ist offen für die Vermarktung über das Internet, vernetzt die Konstruktion mit der Fertigung und die Maschinen untereinander. Aus dem CAD/CAM zieht er alle Fertigungsdaten heraus und steuert die Fertigung über Leitsysteme oder Etiketten.

Typ drei ist der smarte Verkäufer und Kaufmann. Er setzt alles daran, dass das Geschäft läuft und die Baustelle brummt, mit oder ohne Werkstatt.

Drei Kundentypen, drei Werkstätten

Zu diesen drei Polen passen sowohl verschiedene Kundentypen als auch Werkstattkonzepte. Der leidenschaftliche Handwerker betreut exklusive und zahlungskräftige Kunden. Er richtet seine Werkstatt traditionell mit handwerklichen, von Generalisten bedienbaren Maschinen ein.

Der Digitalisierer betreibt großen Software- und Planungsaufwand, um dann effizient auf möglichst autonomen Maschinen zu produzieren. Sein Kunde kauft gerne online, ist aufgeschlossen, über Konfiguratoren das eigene Möbelstück selbst zu gestalten, stellt hohe Qualitätsansprüche und schaut aber dennoch auf den Preis. Virtuell hat der Digitalisierer das Möbelstück vor der eigentlichen Fertigung schon gebaut. Die Maschinen in der Werkstatt müssen das quasi nur noch einmal real nachbauen. Seine Werkstatt läuft mit Hilfskräften oder sogar mannlos. Große Touchscreens an den Maschinen geben vor, was zu tun ist und kompensieren fehlendes Know-how.

Der smarte Verkäufer und Kaufmann wird nur dann eine Werkstatt betreiben, wenn sie eine attraktivere Rendite abwirft als das alternative Geschäft mit Zukaufteilen. Seine Kunden entscheiden sachlich, etwa nach dem Preis, dem Liefertermin oder nach zugesagten Eigenschaften. Der smarte Kaufmann mit eigener Werkstatt setzt auf Arbeitsteilung und leistungsfähige, vom Spezialisten zu bedienende Maschinen.

Die richtige Mischung

Kaum ein wirklicher Betrieb lässt sich klar einem der drei Pole zuordnen. Erfolgversprechend sind Mischformen, etwa mit automatisiertem Korpusmöbelbau und exklusiven Hand- und Lackierarbeiten. –GM

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