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Nichts zu lachen im Büro?

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Nichts zu lachen im Büro?

Die Büromöbelindustrie steckt in der Krise. Obwohl sich die Anforderungen an Büroarbeitsplätze rasant wandeln, wird kaum noch in neue Einrichtungen investiert. Können Tischler und Schreiner von der Lage profitieren?

Keine Branche ist vom Rückgang der wirtschaftlichen Produktion derart betroffen wie die Büromöbelindustrie. Nach einem Minus von rund 23,5 Prozent im Jahr 2002 ging der Absatz 2003 nochmals um rund 18,5 Prozent zurück und liegt jetzt bei 1,71 Milliarden Euro. Davon entfällt knapp ein Drittel auf Sitzmöbel, die restlichen zwei Drittel auf Tische, Container, Schränke etc. Ob sich der Markt auf diesem Niveau stabilisiert, hängt nach Meinung des Verbandes der Büro-, Sitz- und Objektmöbel (BSO) „von der politischen und wirtschaftlichen Großwetterlage ab“. Keine rosigen Aussichten also, und kein Anlass, sich als Schreiner mit diesem Markt zu beschäftigen – oder vielleicht doch?

Wenn die Großen ihre Produktion notgedrungen verschlanken, heißt das auch, dass sie Randbereiche aufgeben, Kleinaufträge ablehnen und planungsintensive Bereiche meiden. Und dass bei jenen Kunden, die nichts Neues anschaffen, die vorhandene Einrichtung umgebaut oder sonst verändert werden muss. Für Tischler und Schreiner, die sich (auch) als Dienstleister verstehen, liegen hier womöglich gute Chancen.
Als Einrichter von neuen, gewerblich genutzten Büros hat unser Gewerk in der Regel im Wettbewerb mit der Industrie und den einschlägigen Facheinrichtern die schlechteren Karten – es sei denn, die Möbel sollen dem Innenausbau angepasst werden. So geschehen im Fall der Schreinerei Heck, die im Rahmen eines komplexen Innenausbaus auch sämtliche Büromöbel und Konferenztische selbst fertigte. (S. 62/63)
Im Normalfall wird sich die Eigenfertigung in den wenigsten Fällen rechnen. Wenn, dann unter Zuhilfenahme von Beschlag- und Organisationssystemen, wie sie z.B. von Häfele oder Ostermann angeboten werden. Auch der Zukauf von Komponenten oder kompletten Einrichtungsteilen ist möglich. Für beides finden Sie Anregungen auf den Seiten 67 bis 69.
Dass sich in Marktnischen immer Chancen verbergen, zeigt das Beispiel der Firma Holzmedia, die wir auf der Seite 66 vorstellen. Inhaber Manuel Holz hat sich schon früh auf die Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Büroeinrichtungen spezialisiert – inklusive der kompletten Medientechnik.
Getreu der Devise „Der Markt der Zukunft besteht ausschließlich aus Nischen“ wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Bearbeitung Ihrer Nische! HJG
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