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Nachschnitt vorweg

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Nachschnitt vorweg

Ein Schaftfräseraggregat in einer Plattensäge nimmt den Nachschnitt vorweg. Das spart Zeit, Material und Energie. Die Winkelanlage HKL 380 ProfiLine von Holzma.

Mit Nachschnitten lassen sich nach Einschätzung von Holzma-Verkaufsleiter Volker Kußmaul bis zu fünf Prozent Verschnitt einsparen. Der Plattenzuschnitt erfolgt üblicherweise in zwei Stufen, und zwar erstens dem Streifenschneiden und zweitens dem Abtrennen verschiedener Längen von den Streifen. Entfallen jedoch auf einen Streifen verschieden breite Fixmaße, sind diese anschließend in einem dritten Arbeitsschritt noch einmal auf Breite nachzuschneiden. Dieser Arbeitsgang heißt Nachschnitt. Wer mit einer Zuschnittoptimierung arbeitet, kann normalerweise über die Optimierungsparameter Nachschnitte zulassen oder ausschließen. Nachschnitte erfordern zusätzliche Personal- und Maschinenressourcen und sind damit teuer. Also kommt es immer wieder vor, dass Betriebe zulasten des Verschnitts auf die Nachschnitte verzichten. Mit der neuen Winkelanlage »HKL 380 ProfiLine« von Holzma ist das jetzt nicht mehr nötig, da sie mithilfe eines Schaftfräseraggregates im Sägewagen der Längssäge die Nachschnitte vorwegnehmen und die Streifen mit abgestuften Breiten versehen. Nach der Quersäge fallen dann aus einem Streifen verschieden breite Teile an. Damit dieser Mischbetrieb aus Sägen und Fräsen mit zwei verschiedenen Schnittbreiten auch funktioniert, modifizierte Holzma seine Zuschnittoptimierung »Schnitt Profi(t)« entsprechend.

Tritt der Fräser in Aktion, öffnet sich der Schnittspalt im Maschinentisch nur soweit wie nötig damit eine möglichst große Auflagefläche die Platte sicher und schwingungsfrei hält. Holzma installierte eine zusätzliche Spezialabsaugung am Fräsaggregat sowie eine mitfahrende Absaughaube am Druckbalken. Anschnitte oder Reste fallen über Abfallklappen auf ein Entsorgungsband.
Das in der Winkelanlage realisierte Holzma-»Power Concept« reduziert die Zykluszeiten. Exakte Messungen gibt es noch nicht, doch geht Holzma von 40 bis 50 Prozent Geschwindigkeitszuwachs gegenüber der »HKL 380 Optimat« und 20 bis 30 Prozent gegenüber der »HKL 380 ProfiLine« aus.
Volker Kußmaul nennt die drei wichtigsten Argumente für die Mischlösung mit Säge und Nachschnittfräser: Erstens und zweitens spare man Energie- und Werkzeugkosten, weil der Fräser nur dann wenn es nicht anders geht, zum Einsatz kommt. Und drittens spare man Material, weil der Sägeschnitt dünner ist als der Schaftfräser. GM

Servive Kontakt zum Hersteller
Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH 75365 Calw, Tel.: (07053) 69-0, Fax: (07053) 6174 www.holzma.de
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