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»Langsam kommt was ins Rollen!«

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»Langsam kommt was ins Rollen!«

»Fachbetrieb für aktives Wohnen« nennt Schreinermeister Robert Hug seine Firma Ideal Möbelbau. dds hat ihn gefragt, was er darunter versteht und welche Kundengruppen er mit dieser Ausrichtung anspricht.

Herr Hug, Sie nennen sich Fachbetrieb für »aktives Wohnen«. Was verbirgt sich dahinter?

Der Slogan soll signalisieren, dass wir uns neben dem üblichen Möbel- und Innenausbau auch mit Produkten für Menschen mit eingeschränkter Mobilität beschäftigen. Mit »aktivem Wohnen« wollen wir weg von eher negativ besetzten Begriffen wie »alten-« oder »seniorengerecht«.
Welche Leistungen bieten Sie im Einzelnen an?
Zunächst einmal eine umfassende Beratung, wie die Wohnung an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden kann. Aus dieser Beratung resultieren dann Aufträge wie z. B. Türverbreiterungen, Austausch von Beschlägen, Montieren von Überfahrhilfen etc.
Das hört sich eher nach kleineren Aufträgen an?
Ja, es sind wirklich oft Kleinigkeiten, wie Haltegriffe montieren oder den zweiten Handlauf an der Treppe. Das große Geld kann man nicht verdienen. Ein Problem ist auch, dass der Kunde für Schreinerleistungen nur dann eine Kostenerstattung von der Pflegekasse bekommen kann, wenn er in eine Pflegestufe eingruppiert ist. Die Krankenkassen gewähren unseres Wissens nach gar keine Zuschüsse, da deren Vertragspartner nur Sanitätshäuser und Apotheken sind.
Ist überhaupt ein entsprechender Bedarf da?
Schon, aber viele potenzielle Kunden wissen gar nicht, dass Sie sich an uns wenden können. Wir müssen unsere Leistungen einfach noch besser bekannt machen.
Wie werben Sie denn bisher?
Werbung im eigentlichen Sinn machen wir kaum. Vielleicht mal eine Anzeige bei thematisch passenden Sonderveröffentlichungen unserer Lokalzeitung. Im Jahrbuch »Barrierefrei unterwegs«, das es mittlerweile für viele Regionen gibt, haben wir einen Eintrag und auch eine Anzeige. Bei der regionalen Gesundheitsmesse stellen wir aus. Außerdem haben wir gute Kontakte zum Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V., der zweimal im Jahr mit einer Gruppe unseren Betrieb besucht. Bei der Seniorenberatungsstelle des Landkreises sind wir gelistet, und zu den Sozialdiensten haben wir eigentlich auch einen ganz guten Kontakt.
Wieviel Prozent Ihres Umsatzes machen Sie in diesem Bereich?
Weniger als zehn Prozent. Es ist ein langsam wachsender Markt. Aber dass sich etwas bewegt, sehen wir z. B. an der zur Zeit stark zunehmenden Nachfrage nach Beratungen. Wir überlegen sogar, ob bzw. in welcher Form wir uns diese Leistung zukünftig honorieren lassen können. HJG

Robert Hug
Schreinermeister Robert Hug aus Gottmadingen hat verschiedene Seminare für Barrierefreies Bauen besucht und ist in der Interessengruppe »Wohnen älterer Menschen« des Fachverbandes Schreinerhandwerk Baden-Württemberg engagiert. Kontakt: info@ideal-moebelbau.com
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