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Küchen aus der Manufaktur

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Küchen aus der Manufaktur

Die Schreiner und Holztechniker Sebastian Schmidt und Andreas Pirkelmann fertigen in Taufkirchen bei München individuelle Küchen mit höchstem Anspruch an Form und Funktion. Sie haben ihren Markt gefunden.

Geboren sind sie in Starnberg und Freising, beide absolvierten eine Schreinerlehre und beide verschlägt es nach Rosenheim, wo sie Holztechnik studieren. Seit 2003 sind Sebastian Schmidt und Andreas Pirkelmann Geschäftspartner. Ihre Werkstatt verlagern sie im jahr 2004 von Freising nach Taufkirchen (www.pirkelmann-schmidt.de). Schmidt ist der Mann für die Planung, Pirkelmann kümmert sich um die Fertigung.

Neben Möbeln und Innenausbauten aller Art kristallisieren sich Konzeption und Herstellung individueller Küchen als Schwerpunkt heraus. Heute entfallen etwa 70 Prozent Umsatz auf Küchen. Zum Streben nach Perfektion und einer gestalterischen Vision gesellt sich auch das Glück: 2006 werden Schmidt und Pirkelmann Sieger im Wettbewerb »Die schönsten Küchen Deutschlands« in der Zeitschrift »Living at home«. Plötzlich spielen die beiden in einer anderen Liga, stehen auf Augenhöhe mit Größen der Küchenbranche. Für Sebastian Schmidt hat dieser Erfolg rückblickend neue Kontakte ermöglicht, was nicht bedeute, dass ihm die Edelkunden fortan die Tür einrennen.
Schmidt und Pirkelmann wissen, dass sie neben sehr guten Produkten auch Öffentlichkeit brauchen, um ihrer Arbeit ein Forum zu schaffen und neue Kunden anzusprechen. Im Mai 2010 veranstalteten sie mit Partnern aus der Gastronomie in München aufwendige Manufakturtage: vier Tage Programm rund um ihre Küche »Essenz« und das gute Essen. Die Küche wird zu diesem Anlass in einer Eisenbahnrevisionshalle in Szene gesetzt. Die beeindruckende Industrielokation verstärkt die Küchenmöbel in ihrer futuristischen Wirkung, die auch durch den Mineralwerkstoff LG Hi-Macs geprägt wird. Erst der zweite Blick offenbart, dass in und hinter der Hülle eine enorme Detailarbeit steckt.
Der innere, tragende Korpus besteht aus Multiplexplatte, beplankt mit 12 mm Mineralwerkstoff. Türen und Fronten schlagen stumpf auf ein Winkelprofil auf, so ergibt sich auch eine integrierte Grifflösung. Auch der Wandanschluss basiert auf C- und L-förmig gefertigten Profilen aus Hi-Macs. Pirkelmann und Schmidt sind zertifizierte LG-Verarbeiter und können 15 Jahre Garantie auf den Werkstoff geben. Bereits im Studium an der Hochschule Rosenheim haben sie sich intensiv mit der Verarbeitung von Mineralwerkstoff befasst. Die Küche mit dem Namen Essenz ist im übertragenen Sinne auch die Essenz mehrerer Jahre Studium und Erfahrung. In eine 12 mm dünne Front aus weißem Mineralwerkstoff kann man weder Bänder einlassen noch Schrauben eindrehen, ohne dass sich die Töpfe und Verbindungsmittel abzeichnen. Die beiden Tüftler haben diese und mehr Probleme gelöst – es ist verständlich, dass sie die Lösungen im Detail nicht preisgeben. Auch die integrierte Spülmaschine hat die beiden vor Aufgaben gestellt, von der notwendigen Aufdoppelung des Mineralwerkstoffs bis zur Gewichtsoptimierung. Für die Verformung benutzen Pirkelmann und Schmidt einen Vakuumtisch mit Heizschublade: Eine Furnierpresse sei mit der erforderlichen Temperatur von weit über 120° auf Dauer überfordert. JN
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