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Ausbildung Weniger Lehrverträge

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Ausbildung Weniger Lehrverträge

Die Zahl der neuen Lehrverträge sank im vergangenen Jahr in Deutschland um über 50000. Obwohl es Lehrstellen gibt, bleiben viele Jugendliche bei ihrer Ausbildungsplatzsuche erfolglos.

Mit 566004 neuen Lehrverträgen wurden 2009 bundesweit 50338 Ausbildungsverhältnisse weniger begonnen als im Jahr zuvor. Das entspricht einem Minus von 8,2 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum 30. September 2009. In Ostdeutschland sank die Zahl der Neuabschlüsse um 13 Prozent. Sie fiel damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung und lag erstmals unter 100000.

In Westdeutschland wurden 467006 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Mit –7,1 Prozent fiel der Rückgang nicht ganz so stark aus wie im Osten.
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Deutschland ist von zwei scheinbar widersprüchlichen Phänomenen gekennzeichnet: Auf der einen Seite finden die Unternehmen, insbesondere in Ostdeutschland, immer weniger Bewerber, auf der anderen Seite gibt es, vor allem im Westen Deutschlands, immer noch zu viele Jugendliche, die bei ihrer Ausbildungsplatzsuche erfolglos bleiben: Zum 30. September 2009 bundesweit noch rund 93000 Bewerber. Die meisten dieser Jugendlichen stammen aus den alten Bundesländern. Rund 77000 hatten bis zum 30. September zumindest eine Alternative zur Ausbildung gefunden, etwa berufsvorbereitende Maßnahmen, Einstiegsqualifizierung, erneuten Schulbesuch, Praktikum etc. Der Präsident des BIBB, Manfred Kremer, appelliert an die Unternehmen, in Zukunft noch stärker als bisher auf die Jugendlichen zuzugehen, die in der Schule nicht zu den Leistungsstärksten zählen. Hierzu gebe es für die Betriebe keine Alternative, denn die demografische Talfahrt werde sich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.
»Viele vermeintlich schwächere Jugendliche sind froh, ihre Schulzeit endlich hinter sich gelassen zu haben und brennen nun darauf, ihre wahren Stärken in einer betrieblichen Berufsausbildung unter Beweis zu stellen«, so Manfred Kremer. Es sei deshalb nicht sinnvoll, diese Jugendlichen bei vorhandener Ausbildungsreife in schulischen Warteschleifen unterzubringen und sie dort weiter zu demotivieren.
Weiterführende Analysen und Daten zur Entwicklung des Ausbildungsstellenmarktes im Jahr 2009 sind im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de zu finden.
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