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Alles im Griff mit SBAA

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Alles im Griff mit SBAA

Es gibt sie tatsächlich, die Tischler und Schreiner, deren Betrieb rund läuft, die ihre Termine und Kapazitäten im Blick haben und deren Mitarbeiter informiert und motiviert sind. Wie machen die das?

Verbesserungen und Weiterentwicklung beginnen innen – beim Hausbau fängt man auch erst mit dem Fundament und nicht mit der Fassade an. Das Innen umfasst die Mitarbeiter und die gesamte Organisation – das Fundament. Genau hier gibt es im Schreiner-Tischler-Handwerk wesentliches Verbesserungspotenzial. Die entscheidende Rolle spielen dabei die Chefs. Oft improvisieren sie zu viel und haben zu viele Informationen in ihren Köpfen, anstatt sie transparent zu machen. Damit hemmen sie die Leistungen ihrer Mitarbeiter und stehen sowohl der Entwicklung ihrer Betriebe als auch ihrer eigenen Lebensqualität im Weg. Das kann sich heute niemand mehr leisten.

Viele Unternehmer sind zu Recht kritisch gegenüber „Mundwerkern“, die Handwerker schlau machen wollen. Nach Seminaren haben sie kaum Ahnung, wo und wie sie konkret mit Verbesserungen anfangen sollen. Und Berater jeglicher Couleur kosten viel Geld und bringen oft nicht das, was sie vor Auftragserteilung versprechen.
Dennoch müssen sich Tischler und Schreiner Gedanken darüber machen, wie sie die Leistungen ihrer Betriebe verbessern können, um ihr Betriebsergebnis mindestens zu halten. Doch was sind die erforderlichen Schritte und in welcher Reihenfolge ist vorzugehen? Und wie packt man sie an und setzt sie in die Praxis um? Kernproblem in den meisten Betrieben, so zumindest sieht es Peter Kübel, ist fehlende Übersicht. Genau diese Übersicht verspricht er mit der Einführung seines „SBAA“-Systems.
SBAA (Steuerung der Betriebsabläufe von der Anfrage bis zum Auftragsende) ist ein Steuerungs-, Organisations- und Informationssystem. Dessen Zielsetzung ist es, Übersicht zu verschaffen, das Miteinander zu verbessern und Eigendynamik in die Weiterentwicklung der Betriebe zu bringen. Dazu enthält es drei Elemente. Zum ersten ein durchgängiges Konzept. Dazu gehört ein kostenloses Erstgespräch, bei dem die Chefs und wichtige Mitarbeiter Peter Kübel sagen, was sie verbessern möchten. Er zeigt ihnen, wie SBAA beim Umsetzen ihrer Verbesserungswünsche in die Praxis hilft. Nach Auftragserteilung werden die betrieblichen Abläufe aufgenommen und die Werkzeuge auf den Bedarf des Betriebes abgestimmt.
Zum zweiten enthält SBAA passende Werkzeuge. Mit dem Steuerungsplan, der Steuerungstasche und dem Kapazitätsplaner werden die Betriebsabläufe und Informationen visualisierend dargestellt, nach dem Prinzip: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Zum dritten realisiert das System auch das schwierigste und zugleich entscheidende Element: Umsetzung. Kübel leistet bei der Einführung des Systems professionelle Hilfe. Dabei werden zusammen mit den Chefs, Meistern bzw. Projektleitern und Büromitarbeitern alle laufenden Anfragen/Angebote und Aufträge in das System eingearbeitet – durch Learning by Doing. Die Aufgaben festzulegen und sie zu tun gehört genauso dazu wie vorwärts bringende Vorhaben festzulegen und ihnen Priorität einzuräumen. Kübel kommt so lange in die Betriebe, bis das System durch sie selbst läuft. In der Regel sind das außer dem Einführungstermin zwei bis drei weitere Termine. HJG


„Reibungsverluste minimieren“

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Wolfgang Werning gilt als Fachmann in Sachen Betriebsorganisation. dds sprach mit ihm über praxisgerechte Lösungen für den Handwerksbetrieb.
Herr Werning, Sie befassen sich seit langem intensiv mit Organisation für das Schreinerhandwerk. Wie sieht es nach Ihrer Meinung damit in den Betrieben aus?
Konsequente betriebliche Organisation im Management existiert in vielen Betrieben nicht. Dieser Schwachpunkt führt zu erheblichen „Reibungsverlusten“, die eine Menge Geld kosten. Es ist vielen Unternehmern noch nicht klar, dass notwendige Maßnahmen, wie z. B. auf dem Gebiet des Marketing, der Mitarbeitermotivation und der gesamten Weiterentwicklung des Betriebes ohne zielgerichtete betriebliche Organisation nicht richtig greifen können.
Sie kennen das Angebot an Betriebsorganisations-Systemen für Handwerker wie kaum ein anderer. Welche Anforderungen sind an ein solches System zu stellen?
Es ist ganz wichtig zunächst festzulegen, welche Anforderungen die Steuerungswerkzeuge eines solchen Systems zu erfüllen haben. Die Hauptkriterien sind Übersicht für alle und einfache Handhabung: Zusammenhänge der Abläufe, Prioritäten der Aktivitäten und Termine, Auslastung und Arbeitsverteilung müssen auf einen Blick ersichtlich sein. Chef und Meister, Mitarbeiter im Büro und in der Werkstatt/Montage müssen sehen, wer was wie, wann und bis wann mit wem zu tun hat. Änderungen müssen mit geringstem Aufwand vorgenommen werden können.
Vielen Schreinern ist der Umgang mit dem Computer mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Da wäre es doch nahe liegend, den PC auch für die Steuerung des betrieblichen Alltags einzusetzen.
Seit 1984 habe ich mich mit Computer und Branchensoftware beschäftigt. Ich bin ein großer Befürworter der EDV, sie ist heute unverzichtbar für Schreinereibetriebe. Lange Zeit war für mich völlig klar, dass ein Modul „Betriebsorganisation“ Teil der Branchenprogramme für Schreiner werden wird. Es gibt zwar mittlerweile Planungsprogramme für Termine, Kapazitäten und Projektsteuerung. Angeboten werden aber nur Teillösungen, die die o. a. Anforderungen nur unzureichend erfüllen. Kompetente Softwarespezialisten erkennen auf diesem Gebiet mittlerweile auch die Grenzen der EDV.
Bringt das SBAA-System Tischlern und Schreinern tatsächlich den versprochenen Nutzen?
Ich habe dieses System einer genauen Prüfung unterzogen. Ich konnte mir ein Bild von der Wirkungsweise in vielen Handwerksbetrieben machen, beim Erstgespräch, bei der Datenaufnahme, bei der Einführung und bei der Nachbetreuung. Das Ergebnis: durchweg zufriedene Kunden, die mir offen ihren weitreichenden Nutzen durch SBAA bestätigten.
Während meiner Fachlehrertätigkeit habe ich mich bei Produktempfehlungen sehr zurückgehalten. Indem ich mich jetzt exklusiv für SBAA ausspreche, ist mir sehr wohl bewusst, dass ich mich „weit aus dem Fenster lehne“. Ich tue das jedoch guten Gewissens. Denn ich kenne, trotz langer Suche, kein vergleichbares System.
Wolfgang Werning, Schreinermeister, war 27 Jahre lang Fachlehrer an der Meisterschule in Garmisch-Partenkirchen. Er unterrichtete u. a. Kalkulation, Arbeitsvorbereitung, Betriebsorganisation und EDV. Werning ist Autor mehrerer Fachbücher .

SBAA von Peter Kübel
Peter Kübel ist als Unternehmer und Umsetzungsprofi seit 20 Jahren im Bauhandwerk tätig. Das von ihm entwickelte SBAA-System führt er seit 1999 in Handwerksbetrieben ein.
Peter Kübel SBAA-Projektdurchführung 74626 Bretzfeld Tel.: (07946) 95278, Fax: 95277 www.sbaa-s.de
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