Glas muss man können

Der italienische Designmöbelhersteller Tonelli hat sich seit den 80er-Jahren dem Werkstoff Glas verschrieben. Kontinuierliche Forschung und Entwicklung haben zu hoher Werkstoff- und Gestaltungskompetenz geführt – renommierte Designer tragen einzigartige Ideen bei.

Auf der Mailänder Möbelmesse 2017 hat Tonelli neue Gestaltungsmöglichkeiten des Werkstoffs Glas präsentiert: Sechs exklusive Entwürfe der Designstudios Uto Balmoral, Isao Hosoe und Lorenzo De Bartolomeis, Matteo Ragni, Karim Rashid, Viola Tonucci und Giuseppe Maurizio Scutellà. Die Stücke waren Teil eines poetischen Präsentationskonzeptes von Cristina Celestino, einer Reminiszenz an die klassischen Grand Hotels: die Glasmöbel bildeten den modernen Kontrast zu einer nostalgischen Umgebung und vermittelten dabei ästhetische Raffinesse ebenso wie wohnlichen Charme. Tonelli produziert seit 1988 Möbelkomponenten aus verschweißten Glasplatten. Die Ausführung erfordert viel Präzision und ermöglicht eine hohe Stabilität der Möbelstücke. Beachtenswert sind vor allem die Verbindungen der Teile, die durch spezielle Klebstoffe transparent bleiben. Im Lauf der Jahre wurde die Technik weiter entwickelt: in Projekten mit renommierten Designern waren immer neue konstruktive Herausforderungen zu bewältigen – ein Forschungsansatz, entstanden aus Respekt vor einem geschichtlich sehr alten Material, das seinen Charme und seine Vollkommenheit über lange Zeiträume bewahren kann. -HN