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Seite: 86-87 | Ausgabe: 05/2010 Moderner Cocktail
Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Leonhard Damnig, Meisterschule München, beschreibt sein Meisterstück als »Mix zwischen Klassik und Moderne«. Nicht nur der unkonventionelle Aufbau regt zum Nachdenken über Konstruktion und Gestaltung an.
Das Möbelensemble erinnert in der Tat an Schreibsekretäre aus computerlosen Zeiten um 1900, etwa von Ch. R. Mackintosh, und an Entwürfe richtungweisender dänischer Gestalter aus den 50er- und 60er-Jahren, wie H. J. Wegner. Insbesondere letzteren war es ein wesentliches gestalterisches Anliegen, materialgerechte Konstruk- tion als formbildendes Prinzip sichtbar zu machen. Dieser Auffassung entgegen zeigt der Entwurf von L. Damnig keine sichtbare Gestellkonstruktion von Stollen und Zargen. Die Stollen erscheinen durch eine Schattenfuge betont abgesetzt ohne erkennbare Verbindung zum Korpus. Die Zargen verlaufen seitlich und hinten unsichtbar hinter einer umlaufenden Blende, die vorn als Schubkastendoppel und Klappe ausgebildet ist. Die auf Gehrung anschlagenden Doppel weisen seitlich große Überstände auf. ...
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Quelle: dds - das magazin für möbel und ausbau
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