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Seite: 88-89 | Ausgabe: 09/2010
Kölner Gesellenstücke
In der August-Ausgabe haben wir bereits die auf Kölner Innungsebene im Wettbewerb Gute Form prämierten Gesellenstücke gezeigt. Hier folgen nun neben einem belobigten Stück noch zwei weitere interessante Arbeiten, die im Juni 2010 im Berufskolleg Ulrepfort
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Schreibtisch aus Lg Hi-Macs und Fichte. Der Schubkastenkorpus in Distanz zur Platte dient als ...
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Seite: 92-93 | Ausgabe: 09/2010
Mac-Design als Vorbild
Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Florian Geitner, Meisterschule Ebern, hat sich bei der Gestaltung seines Schreibtisches am Mac-Design orientiert, es sind aber auch Bezüge zu Stahlrohrschreibtischen der 20er- und 30er-Jahre erkennbar. Eckhard Heyelmann analysiert Form und Funktion.
Eine mattweiße Mineralwerkstoffplatte (Lg Hi-Macs) umschließt mit großen betonten Rundungen auf Abstand einen kubischen Auszugskorpus aus Fichte. Die spannungsreiche Linienführung, wenngleich hier auf der Basis von flächigem Material, erinnert an die leicht und luftig wirkenden, inzwischen als Klassiker geltenden Stahlrohrschreibtische aus den 20er-...
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Kaffeeschrank in Siricote furnierter und weiß lackierter ...
1 von 4
Seite: 68-69 | Ausgabe: 08/2010
Der Kaffee ist fertig
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Mit seinem Meisterstück in Form einer zwei Meter hohen stilisierten Kaffeebohne gelingt es Daniel Zimmer, Bildungszentrum Traunstein, den Ort des Kaffeezubereitens in den Mittelpunkt zu rücken. Wird die Funktion dem großen Auftritt gerecht?
Geheimnisvoll schimmert Licht durch die vertikalen Lamellen und lässt das Möbel leichter erscheinen, als es sich vordergründig gibt. Was verbirgt sich hinter dieser wuchtigen Erscheinung? Schwer lässt sich die Funktion erahnen und nichts deutet darauf hin, dass es sich hier um einen Kaffeeschrank handelt. Erst auf den zweiten Blick ist mit Fantasie ...
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Flügelschlag der Fantasie Ein Objekt ohne Gebrauchsfunktion, das sich selbst genügt: Flügel aus ...
1 von 8
Seite: 70-73 | Ausgabe: 08/2010
Köln verleiht Flügel
Unter den Gesellenstücken, die im Juni 2010 im Kölner Berufskolleg Ulrepforte ausgestellt waren, fanden sich einige Arbeiten, die der Gute-Form-Jury ein Schmunzeln in die Gesichter zauberten. Wer die Pflicht beherrscht, kann in der Kür abheben! Es wurden
Gesellenstücke aus der Innung Köln sind einfach anders. Unser Kompliment an die engagierten Kollegen in Schule und Betrieb, die es immer wieder schaffen, ihre Schützlinge zu Arbeiten jenseits der Einheitskisten zu ermutigen. Nach der Devise »Frisches Denken – bessere Entwürfe« geben sich die Kölner sehr große Mühe, ihren Auszubildenden im Laufe der ...
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1 von 17
Seite: 14-17 | Ausgabe: 07/2010
Von Beruf Tischler
Möbel aus der Werkstatt Reichenberg und Weiss sind fast zu einem Synonym für gute Form geworden. Auf der Spur eines leidenschaftlichen Perfektionisten, dem es gelingt, immer wieder neue Maßstäbe zu setzen.
Wer einige Jahre die Gute Form in NRW und auf Bundesebene verfolgt, stößt regelmäßig auf den Namen Reichenberg und Weiss. »Wie kommt es, dass Lehrlinge bei Euch immer gut sind?«, fragen Kollegen aus der Innung Wesel. Jochem Reichenberg hat eine knappe Antwort: »Da muss man was dran tun.« Genau wie sein eigener Meister damals, sucht er mit den Azubis...
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Ausziehbare Couch und Beistelltisch mit Einsatz. Amazakoe geölt, Edelstahl, gesteppter ...
1 von 7
Seite: 68-69 | Ausgabe: 07/2010
Auf der grünen Wiese
Ursula Maier, Markgröningen, Maître Ébéniste, Innenarchitektin BDIA
Couch und Beistellmöbel von Joseph Frank, Meisterschule München, könnten durchaus in einem anspruchsvollen Möbelhaus stehen. Die raffinierten Details machen das Ensemble darüber hinaus zu einem handwerklichen Meisterstück.
Selten war ich von einem Meisterstück spontan so begeistert wie von diesem Ensemble aus Couch und Tisch. Es erinnert mich an mein strenges Studium bei Herbert Hirche an der Kunstakademie Stuttgart. Hirche hat nach Bauhausmethode gelehrt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er hätte übrigens im Mai dieses Jahres den 100. Geburtstag feiern könn...
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Kleider- und Utensilienturm von Uli Hofbeck. Rüster geölt und gewachst, gewalzter Stahl. Rahmen mit ...
1 von 7
Seite: 76-77 | Ausgabe: 06/2010
Stauraum neu gedacht
Prof. Axel Müller-Schöll Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Uli Hofbeck, Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen, will mit seinem Meisterstück »die in den meisten kleinen Wohnungen herrschende Unordnung in ein geordnetes Verhältnis bringen, ohne dabei spießig zu erscheinen«.
Nicht nur, dass Uli Hofbeck das Thema Stauraum auf eine ganz ungewöhnliche und innovative Weise interpretiert hat (was alleine schon eine Meisterleistung ist), auch tektonisch ist er keiner Schwierigkeit aus dem Weg gegangen. Hier finden sich Massivholzverbindung in den unglaublichsten Winkeln, ein stringentes Konzept zum Thema Fügen und Distanzhalt...
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Kontrastreich Der überdimensionale Halbschalenkoffer aus Nussbaum und weißem Corian steht auf ...
1 von 14
Seite: 82-85 | Ausgabe: 05/2010
Im Takt der Welle
Thomas Herres, Meisterschule Ebern
Thomas Herres, Fachlehrer für Gestaltung an der Meisterschule Ebern, stellt sechs eigenwillige Stücke aus dem letzten und vorletzten Jahrgang vor. Zusammen mit Fachlehrer Stefan Andritschke begleitet er die Meisterschüler im Entwurf.
Der retrospektivische Ansatz des Möbels von Michael Betz war gesetzt, zog er sich doch durch fast alle Gestaltungsarbeiten im Laufe seiner Ausbildung. Als ausgewiesener Mac-Anhänger (daher wohl auch die formale Inspiration), scheute er keine Kosten für Sonderanfertigungen wie die Aufhängung des Bildschirmes oder die Schwerkraft-Stoßdämpfer der doch ...
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Der Schreibsekretär mit Hocker zeigt einen Bezug zu klassischen Vorbildern, etwa von H. J. Wegner. ...
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Seite: 86-87 | Ausgabe: 05/2010
Moderner Cocktail
Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Leonhard Damnig, Meisterschule München, beschreibt sein Meisterstück als »Mix zwischen Klassik und Moderne«. Nicht nur der unkonventionelle Aufbau regt zum Nachdenken über Konstruktion und Gestaltung an.
Das Möbelensemble erinnert in der Tat an Schreibsekretäre aus computerlosen Zeiten um 1900, etwa von Ch. R. Mackintosh, und an Entwürfe richtungweisender dänischer Gestalter aus den 50er- und 60er-Jahren, wie H. J. Wegner. Insbesondere letzteren war es ein wesentliches gestalterisches Anliegen, materialgerechte Konstruk- tion als formbildendes Prinz...
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Plattform für das Rehau-System Relazzo:
Seite: 57 | Ausgabe: 04/2010
Terrassen planen leicht gemacht
Interaktive Plattform rund um das Terrassensystem Relazzo
Mit der Internet-Präsenz
www.rehau.com/relazzo
hat Rehau eine interaktive Plattform rund um das Terrassensystem Relazzo geschaffen. Relazzo-Produkte bestehen aus dem Werkstoff »Rauwood«, einen Wood-Plastic-Composite mit fünfzigprozentigem Holzanteil. Neben allg...
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Seite: 78-81 | Ausgabe: 04/2010
Alte Berliner Schule
Im November 2009 war dds zu Gast beim Gestalterpreis des Fördervereins für Aus- und Weiterbildung im Tischlerhandwerk Berlin. Zu sehen gab es Meisterstücke von Meistern, die wissen was sie können. Ihre Tradition ist ihr Kapital.
E s gibt einen altbewährten Rat für das Meister- und Gesellenstück: Halte Dich an das, was Du gut kannst und vermeide Experimente, die Dir niemand danken wird. Man kann den Eindruck gewinnen, dass sich die Mehrheit der Berliner Meister im Jahr 2009 kollektiv an diesen Rat gehalten hat. Seit fast zehn Jahren ist dds beim Gestalterpreis des Fördervere...
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Ist der Ausschnitt an der vertikalen Scheibe eine gestalterische oder eine funktionale ...
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Seite: 82-83 | Ausgabe: 04/2010
Schreibtisch für den Chef
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Bernhard Stallhofer, Bildungszentrum Traunstein, verschafft dem klassischen Schreibtisch in fest verbundener Winkelform ein Comeback. Amerikanischer Nussbaum und rotes Linoleum sind treffsicher aufeinander abgestimmt.
Ein Tag ohne Computer ist heute nicht mehr vorstellbar und auf diesem Schreibtisch erwartet man den schnurlosen Laptop. Sichtbare Kabel würden dem Möbel seine einfache Eleganz rauben! Seine Formensprache erinnert an die De Stijl-Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts, vertreten zum Beispiel durch Gerrit Rietveld. Als Vorbild erkennbar ist die Archi...
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Anne Luft aus Kriftel, Hessen, ausgebildet in der Schreinerei Clemens Müller in Hofheim, holte mit ...
1 von 3
Seite: 84 | Ausgabe: 04/2010
Strahlende Sieger
Der Bundeswettbewerb Gute Form ist entschieden: Insgesamt 20 Landessieger stellten sich im März 2010 der Bundesjury auf der Handwerksmesse in München.
Jack Kugel aus Kamp-Lintfort (NRW) ist der neue Preisträger im Bundeswettbewerb Gute Form. Mit seinem Sekretär aus weiß lackierter HPL und Nussbaum hat der 20-Jährige die Jury überzeugt. Zweite wurde Anne Luft aus Kriftel (Hessen), Dritte Barbara Kremm aus Frankfurt am Main. Der Bundesentscheid fand im März auf der Handwerksmesse in München statt.
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Das rostige Stahlgestell trägt Eichentruhen und eine Feuerstelle. Zurückgesetzte sägeraue Leisten ...
1 von 5
Seite: 124-125 | Ausgabe: 03/2010
Stimmig komponiert
Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Massive, teilweise sägeraue Eiche und rostiger Stahl gehen beim Truhenmöbel von Tobias Schnell, Meisterschule München, eine stimmige Verbindung ein. Die Feuerstelle passt in den archaischen Duktus des Möbels.
Mit Augenzwinkern könnte man sagen: Hier wird am Nerv des Zeitgeistes operiert, der sich anschickt, sich wieder an der Ästhetik der 1968er zu ergötzen! Denn eine der ältesten Vorgehensweisen, um die Form für ein Möbel zu generieren, ist die Bezugnahme zur Architektur. Man denke an die Fassadenschränke aus der Renaissance, die die klassischen Glieder...
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Seite: 72-75 | Ausgabe: 02/2010
Klassisch und modern
Das Abonnement der Sideboards auf die vorderen Plätze im Wettbewerb Gute Form scheint abgelaufen zu sein, zumindest in Nordrhein-Westfalen. Hier standen im November 2009 drei Sekretäre auf dem Treppchen, von denen zwei im März 2010 in München zum Bundeswe
Kein Sideboard und auch keine Stele vorne, das gab es ja schon lange nicht mehr. Und dds im März wird offenbaren: Mit neuen Ideen haben im Herbst 2009 auch die Bayern gepunktet. Sie laden die anderen Länder im März 2010 zum Bundeswettbewerb nach München ein. Mit dabei sind aus NRW Jack Kugel, Kamp-Lintfort, und Florian Dohrmann, Mönchengladbach. Neb...
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Flexibler Schreibtisch Winkelelemente aus massiver Kirsche sowie mit schwarzem Linoleum belegter ...
1 von 12
Seite: 66-69 | Ausgabe: 01/2010
Mehrheit oder Konsens?
Im Oktober 2009 hat der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg im Wettbewerb »Gestaltete Gesellenstücke« die auf Innungsebene prämierten Arbeiten im Schloss Ludwigsburg ausgestellt. Fünf Juroren haben die Landessieger ermittelt. Eine schöne
Wer die Ausstellung im Schloss Ludwigsburg gesehen hat, ist Zeuge geworden, wie stimmig 44 herausragende Gesellenstücke auf kleiner Fläche miteinander auskommen können. Sie korrespondieren nicht nur mit dem Betrachter sondern treten auch in Wechselwirkung miteinander. Jedes hat bereits auf Innungsebene gepunktet und befindet sich in bester Gesellsch...
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Mit 608 mm Höhe und 558 mm Tiefe ist das TV-Möbel unter einem Flatscreen nur sehr ungünstig zu ...
1 von 8
Seite: 70-71 | Ausgabe: 01/2010
Zu hoch hinaus?
Eckhard Heyelmann, Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Das wandhängende Hifi-Sideboard von Andreas Dorner, Meisterschule Ebern, soll unter einem Flachbildschirm angebracht werden. Eckhard Heyelmann hat untersucht, wie Funktionen und Proportionen der Aufgabenstellung gerecht werden.
Das Meisterstück wirkt auf den ersten Blick wie ein Sideboard, das keinem bestimmten Zweck zugeordnet ist. Der quaderförmige, in schwarz-rotbraun gestreiftem Makassar furnierte Korpus wird im mittleren Bereich umhüllt von zwei U-förmigen Schiebeelementen, die sich über eine Fernbedienung synchron öffnen lassen. Die Schiebetüren bestehen aus geprägte...
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Anrichte von Marc Grad in Eiche und weißem Mineralwerkstoff. Der Korpus wird einseitig ...
1 von 8
Seite: 82-83 | Ausgabe: 12/2009
Hübsch angerichtet
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Mit seinem Meisterstück greift Marc Grad, Fachschule für Holztechnik Stuttgart, eine tradierte Möbelform auf und interpretiert sie optisch modern. Doch entsprechen die Funktionen auch den heutigen Nutzungsanforderungen?
Die handwerkliche Ausführung der Anrichte ist bewundernswert, die präzise Ausarbeitung der Details entspricht der Gesamtkonzeption. Marc Grad greift eine tradierte Form auf, indem er einen einfachen Korpus mit einem starken Rahmen einfasst und farblich absetzt. Durch die Idee, eine Seite nicht mit dem Rahmen zu schließen, nimmt er der Anrichte die s...
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Zieht man an den Ecken, werden die unteren Kästen zugänglich. In der Bodenebene befindet sich für ...
1 von 9
Seite: 68-69 | Ausgabe: 11/2009
Spitze aus Carbon
Ursula Maier, Markgröningen, Maître Ébéniste, Innenarchitektin BDIA
Katharina Hahn, Fachschule für Holztechnik Stuttgart, hat die Urform des Nähkästchens mit einer Carbonhülle und einem raffinierten Öffnungsmechanismus versehen. Ein virtuoses Meisterstück der kleinen Form!
Ein klassisches Nähkästchen besteht aus einem Grundkasten in Form eines doppelten Quadrates, auf den in zwei Etagen vier quadratische Kästen aufgesetzt sind. Die Ebenen sind mit einem außen liegenden Gestänge verbunden. So lassen sich die Kästen zur Seite aufziehen und sind von oben zugänglich. Katharina Hahn übernimmt die Grundform, benutzt jedoch ...
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Kraftvoller Auftritt Der kompakte Sekretär von Benedikt Lampel bietet dem Nutzer ein großes Fach ...
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Seite: 70-71 | Ausgabe: 11/2009
Meister von der Saar
Der Wirtschaftsverband Holz und Kunststoff Saar e.V. hat im September 2009 erstmalig einen Kreativpreis für Meisterstücke vergeben. Neben einer Vorliebe für traditionelle Gestaltung fiel der Jury ein erfreuliches Niveau bei der Ausführung auf. Es wurden d
Die Premiere des Kreativpreises für Meisterstücke an der Saar ist gelungen: In der Mercedes-Benz Niederlassung Saarbrücken zeigte der Wirtschaftsverband Holz und Kunststoff 21 Arbeiten auf einem Niveau, das sich sehen lassen konnte. Die Eigenheit der Saarländer, anstelle des individuellen Gesellenstücks in der Lehrwerkstatt ein Einheitsstück anzufer...
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Hifi-Board von Friedrich Zinck in Cocobolo, Ahorn sowie mattrotem Lack. Die Beschläge fallen ...
1 von 6
Seite: 90-91 | Ausgabe: 10/2009
Wohin mit den Noten?
Prof. Axel Müller-Schöll Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Formal nimmt das Hifi-Board von Friedrich Zink, Meisterschule Ebern, bewusst Bezug auf die tradierte Bauform eines Klaviers. Axel Müller-Schöll geht dem Entwurfsansatz nach und holt einige Unstimmigkeiten unter dem Deckel hervor.
Friedrich Zinck schreibt in seiner Meisterstückbeschreibung, beim Entwurf seines Hifi-Boards habe er sich an einen Klaviertastendeckel erinnert. Das allerdings offensichtlich nur formal, denn eine Raffinesse, die in diesem Bauteil des altehrwürdigen Instrumentes begründet liegt, fehlt hier: Das Scharnier ist beim Tastendeckel so geschickt platziert,...
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Seite: 92-93 | Ausgabe: 10/2009
Ein Möbel gegen den Zeitgeist
Tobias Schmitt ist Tischlergeselle und studiert Architektur in Alfter/Bonn
Tobias Schmitt ist Tischler und hat anschließend das Studium der Architektur aufgenommen. Als Gesellenstück hat er ein Massivholz-Möbel angefertigt, das gleichermaßen als Universal- und als klassischer Zeichentisch dienen kann.
Ein Massivholz-Möbel zu fertigen, das ich auch wirklich benutzen würde war der Grundgedanke zu meinem Gesellenstück. Schon während der Tischlerlehre reifte der Entschluss, anschließend Architektur zu studieren. So entstand die Idee zu einem universell verstellbaren Tisch in Kirschbaum mit biologischer Oberfläche. Das Gestell ist mit auf Gehrung abge...
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Seite: 12-15 | Ausgabe: 09/2009
Ausstellung »Holz bewegt«
Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe haben junge Tischler aus Norddeutschland im Juli 2009 ihre Entwürfe für Möbel gezeigt. Aus insgesamt 45 Einsendungen wurden 20 Arbeiten für die Ausstellung »Holz bewegt« ausgewählt, die zukünftig alle zwei Jahre a
Die Ausstellung »Holz bewegt« hat während der relativ kurzen Ausstellungszeit mehr als 3500 Besucher angezogen. Ein schöner Erfolg für den Initiator Johannes Jürgensen, Hamburger Gewerbeschule Gsechs, der mit dem Projekt auch langfristig viel im norddeutschen Raum bewegen will.
Jürgensen postuliert den Beginn einer neuen Epoche: »Tischler gre...
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Sebastian Ferber mit seinem Meisterstück MeLeiKa. Der Name steht für »Meisterstück ...
1 von 11
Seite: 74-76 | Ausgabe: 09/2009
Von der Kunst, ein Kajak zu bauen
Sebastian Ferber aus Lauenförde fertigte als Meisterstück ein Kajak aus Western Red Cedar in Leistenbauweise. Das 5,2 m lange Boot ist in drei Segmente zerlegbar. Die transparente Außenhaut besteht aus Glasfasergewebe, Epoxidharz und Bootslack.
E in Boot aus Holz zu bauen, hat lange Tradition: Der Einbaum, ausgehöhlt mit einer Axt, ist seit Urzeiten bekannt. Ein modernes Kajak, welches im Hinblick auf Form, Ästhetik, Funktionalität, Gewicht und Haltbarkeit seinen Geschwistern aus Kunststoff in nichts nachsteht, ist technisch deutlich anspruchsvoller, in der Fertigung aber auch keine Zauber...
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Universaltisch von Dominik Betz. Die als Stehpult nutzbare Brücke wird beweglich unter der ...
1 von 7
Seite: 78-79 | Ausgabe: 09/2009
Aus zwei mach eins
Eckhard Heyelmann, Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Dem Meisterstück von Dominik Betz, Meisterschule München, liegt die gestalterisch anspruchsvolle Idee zugrunde, aus zwei Möbeln einen universell verwendbaren Tisch zum Arbeiten, Spielen und Essen zu schaffen. Wie ist das Vorhaben gelungen?
Zwei L-förmige, unterschiedlich dimensionierte formverleimte Elemente verbinden sich zu einem Tisch, der durch ein U-förmiges, fahrbares Korpuselement in massiver Brettbauweise quasi überbrückt wird. Durch gegenläufig angeordnete Formen und weiche, fließende Linienführung baut der horizontal orientierte Tisch mit seinen leichten Linoleumflächen und ...
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Seite: 68-69 | Ausgabe: 08/2009
Kleine Schmuckstücke
An den Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch Partenkirchen haben sich 18 kreative Köpfe aus dem zweiten Lehrjahr der Berufsfachschule für Schreiner mit dem Thema Schatullenbau auseinander gesetzt.
Schatullen sind Schmuckstücke, aber auch attraktive Lehrstücke, um am überschaubaren Objekt Funktion mit Ästhetik zu verbinden und handwerkliche Fertigkeiten zu üben. In der zweiwöchigen Fertigung kommen Schablonenbau, knifflige Maschinen- und feine Handarbeit auf die jungen Schreinerlehrlinge zu. Die individuellen Entwürfe reichen von handgezinkten...
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Wandhängendes Regal, Eichenfurnier und lackierte MDF. Die Türen schlagen um, 256 Varianten sind ...
1 von 7
Seite: 70-71 | Ausgabe: 08/2009
Anders, als man denkt
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Das exzellent ausgeführte Meisterstück von Heinrich Heckmann, Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen, stellt der Sehgewohnheit des Betrachters eine Falle und regt den Spieltrieb an.
Zeitlose Gestaltung und eine klare Linienführung standen für den Entwurf von Heinrich Heckmann im Vordergrund. Diesen Anspruch löst er mit seinem geradlinig unaufgeregten Regal bravourös ein. Die Idee, ein Möbel für Bücher und Gebrauchsgegenstände zu konzipieren, hat zur geometrischen Großform des Quadrates geführt, die in kleine Quadrate unterteilt...
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1. Preis: Flurschrank Das Thema Durchdringung wird häufig gewählt, kann aber selten überzeugen. ...
1 von 11
Seite: 62-65 | Ausgabe: 07/2009
Gute Form 2009
Der Bundeswettbewerb »Die gute Form« wurde im Mai 2009 vom BHKH auf der »Handwerk, Holz & mehr« ausgetragen. Wir zeigen neben den Gewinnern mit ihren Stücken sechs weitere interessante Arbeiten.
Die strahlende Siegerin der guten Form ist die 22-jährige Sonja Pietschmann aus Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Ihr Flurschrank aus Ebenholz, MDF und Spiegelglas hat die Jury überzeugt und der Gesellin aus der Schreinerei Mainzer in Bodenheim ein Preisgeld von 1500 Euro beschert. Zweiter wurde André Tüpker, 29, aus Westerkappeln in Nordrhein-Westfale...
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Schreibtisch mit klarer formaler Trennung von Platte und Gestell. Die Schubkästen sind nach hinten ...
1 von 7
Seite: 66-67 | Ausgabe: 07/2009
Teufel im schönen Detail
Ursula Maier, Markgröningen, Maître Ébéniste, Innenarchitektin BDIA
Der Entwurf des Meisterstücks von Marc Frerk entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekten Martin Priess. Ursula Maier lobt die formale Strenge; im Detail wirft das Gemeinschaftswerk konstruktiv und funktional einige Fragen auf.
Ostindischer Palisander ist ein Traumholz für ein Meisterstück, ein dominantes Holz mit großer Ausstrahlung. So gefällt mir besonders, dass sich der Schreibtisch formal auf das Wesentliche konzentriert: Furnierte Platte mit Schattenfuge, ein massives Gestell mit schönen Vitrinenecken. Die Proportion ist auf Quadrate aufgebaut: 1500 x 750 x 750 mm. A...
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Gesellenstück, NRW-Landeswettbewerb Die gute Form, ...
1 von 5
Seite: 80-81 | Ausgabe: 06/2009
Stark vereinfacht
Ein zur guten Form NRW gezeigtes Gesellenstück orientiert sich stark an einem Möbelentwurf des Holzbildhauers Erich Brüggemann. Spannend ist, wie die Gestaltungsidee übersetzt wurde.
Kennen Sie das: Sie sehen ein Möbelstück und denken: Habe ich das nicht schon irgendwo so ähnlich gesehen oder täusche ich mich? Zu Hause nachgeblättert: Genau! Doch hier handelt es sich weniger um eine Kopie als um die Transformation einer Idee. Das Vorbild stammt aus dem Buch »Neue Möbel« von Erich Brüggemann, das 1991 im Verlag DVA erschienen ist...
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Vitrinenmöbel in Lärche und Glas mit Unterschrank und ...
1 von 5
Seite: 82-83 | Ausgabe: 06/2009
Schattenseiten
Prof. Axel Müller-Schöll Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Der versetzte Grundriss des Meisterstücks von Martin Königsdorfer, Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen, bringt nach Ansicht von Prof. Axel Müller-Schöll gestalterisch keinen Vorteil, dafür gleich zwei Nachteile mit sich.
Handwerklich ist das Meisterstück tadellos durchgearbeitet: Das Lärchenholz unterstützt mit seiner feinen Textur die Fügungen der Flächen bzw. Profile und erzeugt eine so charmante wie elegante Spannung.
Dazu hätte es der verschobenen Verdrehung der beiden Türme also gar nicht bedurft, zumal diese im Bezug auf die Ausstellungsfläche keine Vor...
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Sekretär in Rüster und Linoleum. Gesellenstück von Claudia ...
1 von 8
Seite: 114-117 | Ausgabe: 05/2009
Ästhetik der Sachlichkeit
Die Gesellenstücke von Claudia Maugg und Lisa Ambach entstanden im Sommer 2008 an den Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen. Sie offenbaren eine mit ähnlichen Mitteln konsequent verfolgte Konzeption.
Claudia Maugg hat einen zeitgemäßen Schreibarbeitsplatz für den Wohnbereich entworfen, bei dem die Arbeitsfläche verschlossen werden kann. Er ist gleichermaßen für Schreibarbeiten von Hand wie für die Arbeit am Laptop geeignet. Für Papier und Stifte gibt es einen Schubkasten im Gehäuseinneren. Hauptmerkmal des Entwurfes ist formale Sachlichkeit. Ein...
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Schreibtisch in durchgefärbter MDF, mattweiß lackiert mit ornamenthaften Fräsungen. Ein flacher ...
1 von 7
Seite: 118-119 | Ausgabe: 05/2009
Module versus Monolith
Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Das Meisterstück von Roland Pfüller, Meisterschule München, fällt durch eine interessante Komposition der Korpusvolumen auf. Detaillierung und Ornament lassen den kritischen Betrachter über mögliche Varianten nachdenken.
Ein flacher liegender Quader wird an sich diagonal gegenüberliegenden Ecken von abgestuften Rechtecksäulen getragen. Die kubische Form in Verbindung mit der dominanten Farbe Weiß schafft Distanz und begründet den Eindruck eines monolithischen Möbels in architektonischer Anmutung. Dem entgegengesetzt betont die feine lineare orangefarbene Konturierun...
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Seite: 12-21 | Ausgabe: 04/2009
Flurstücke
»Ich komm zur Tür rein und muss ein paar Sachen los werden«, für dieses Szenario haben Studentinnen der Innenarchitektur an der Hochschule für Kunst und Design Halle im vierten Semester dienstbare Möbel entwickelt. Vorgegeben waren das Volumen sowie der E
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Gehst du auf, mach ich zu Benjamin Scherz schuf ein glitzerndes Präsentationsmöbel, das durch ein ...
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Seite: 92-95 | Ausgabe: 04/2009
Berliner Glamour
Als wir im November 2008 zur Vergabe des Berliner Gestalterpreises die Meisterstücke im Bildungszentrum am Mehringdamm fotografieren wollten, bot sich uns eine Kulisse wie im Fantasialand – und Elvis sang dazu.
E in Showmöbel glitzert wie kandierte Äpfel, aus der Musiktruhe dröhnt Elvis und die zweiflüglige barocke Eingangstüre im Foyer erinnert an ein Märchenschloss. Berliner Uhren gehen anders. Und wie schon oft sind die Meisterstücke für Überraschungen gut. Bisher hat die Jury Arbeiten im Stil vergangener Epochen in der Regel nicht für den Gestalterprei...
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TV-Lowboard von Kai Volz Im Alltag steht auf dem Korpus leider der ...
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Seite: 96-97 | Ausgabe: 04/2009
Aura des Perfekten
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Kai Volz, Fachschule für Holztechnik Stuttgart, geht mit der Gestaltung seines Meisterstücks einen konsequenten Weg. Zum Verhängnis könnte dem Medienmöbel ein wuchtiger Bildschirm werden, der in der Mitte thronen wird.
Der Wunsch, ein unaufgeregtes Medienmöbel für den Wohnraum zu entwickeln, führt auf den Gestaltungsweg »Die Form folgt der Funktion«. Das Möbel soll Platz für die Musikanlage, den Fernseher und einige Utensilien bieten. Kai Volz beantwortet diese Anforderung mit einem liegenden und niedrig gehaltenen Quader, der gut in unsere Vorstellung einer asiat...
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Das Möbel ist in Material und Formgebung eine Reminiszenz an die 1970er-Jahre. Weiße MDF und ...
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Seite: 98-101 | Ausgabe: 03/2009
Auf der Höhe der Zeit
Die Landesauswahl im Wettbewerb Gestaltete Gesellenstücke des Fachverbands Schreinerhandwerk Baden-Württemberg war im Oktober 2008 für eine Woche im Ludwigsburger Schloss ausgestellt. Die Arbeiten spiegeln ein erfreuliches Gesamtniveau, einige zeigen hohe
Gleich vorweg: Die Gesellinnen und Gesellen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Es bestätigte sich die im vergangenen Jahr schon sichtbare Entwicklung zu einem hohen homogenen Gesamtniveau, absolut auf der Höhe der momentanen Trends im Wohnbereich. Die Landesauswahl 2008 sorgte im Ansatz eher für eine gewisse Ratlosigkeit bei den Jurymitgliedern: Wo di...
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Der aufgesetzte Griff klinkt sich quasi unsichtbar in die Korpuszarge ...
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Seite: 102-103 | Ausgabe: 03/2009
Möbelkunstwerk
Ursula Maier, Markgröningen, Maître Ébéniste, Innenarchitektin BDIA
Das Meisterstück von Christian Melz aus den Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen fasziniert durch künstlerische Eigenständigkeit. Für Ursula Maier tritt die angedachte Funktion als Sekretär dabei in den Hintergrund.
Die Fotos zeigen den Sekretär aus einer recht tiefen Perspektive, etwa wie aus einem Sessel heraus aufgenommen. Dadurch fällt der Blick auf die analog zur Front gebildete Rückwand und offenbart, durch Licht in Szene gesetzt, ihr Konstruktionsprinzip. Dem Benutzer, der vor dem Sekretär sitzt, entgeht dieser besondere Anblick, wenn er von oben auf Kor...
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Kleiner Häwelmann Schaukelnde, sichelförmige Schale mit dreidimensionaler Liegefläche. Der ...
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Seite: 10-13 | Ausgabe: 02/2009
Möbel für Genießer
Im Herbst 2008 waren im Landesgewerbeamt Baden-Württemberg Möbel für Genießer ausgestellt: Ergebnisse des Wettbewerbs »Spielräume«, den der Landesfachverband Schreinerhandwerk mit dem Wirtschaftsministerium auslobt.
Was ist Genuss und was bitte sind »Möbel für Genießer«? Diese Frage dürften sich viele Innungsschreiner Baden-Württembergs gestellt haben, als die Ausschreibung zum Wettbewerb »Spielräume 2008« ins Haus flatterte. Für viele Menschen ist Lesen ein Genuss. Für andere Essen. Mit Freunden entspannt zu plaudern. Im Heimkino Filme anzusehen. Musik zu höre...
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Seite: 72-75 | Ausgabe: 02/2009
NRW gut in Form
Zum Landeswettbewerb Gute Form NRW waren in der Handwerkskammer Köln 46 Gesellenstücke ausgestellt. Für die Jury gibt es einen klaren Sieger. Aus einem breiten Mittelfeld heraus formierten sich zwei konkurrierende Mitstreiter.
Der erste Blick beim Betreten der Ausstellung zur Guten Form ist häufig der interessanteste: Gibt es spontan Gesellenstücke, die positiv aus der Menge herausstechen? Wird es ein klares Votum der Jury geben oder stark auseinanderdriftende Vorlieben? Gibt es etwas wirklich Neues zu sehen oder stehen die Arbeiten vorwiegend im Kontext der vergangenen W...
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Der symmetrische Korpus ist beidseitig nutzbar. MDF mit Desktop, flankierende Fächer mit ...
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Seite: 76-77 | Ausgabe: 02/2009
Beste Zutaten
Prof. Axel Müller-Schöll Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle
Sebastian Klawiter hat seinen Schreibtischkorpus mit meisterlicher Raffinesse gespickt. Die Gestellbeilage mundet dazu weniger! Prof. Axel Müller-Schöll hat das interessante Menü aus der Meisterschule München gekostet.
Herrgottsbscheißerla – so nennen die Schwaben die Maultaschen, ihr Nationalgericht. Denn was von außen schlicht und harmlos daher- kommt, hat es in sich: Aufwendig wird allerlei Kleingeschnippeltes mit bestem Hackfleisch vom Bauch des Schweins in einer Nudeltasche versteckt, damit der liebe Gott das Fastenbrechen so kurz vor Ostern nicht bemerkt ......
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Prämiert: Sideboard mit Alufronten Auf einem Aluminiumgestell ruht ein weiß lackierter Korpus. ...
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Seite: 72-77 | Ausgabe: 01/2009
Gute Form aus Bayern
Die Landesauswahl der bayerischen Gesellenstücke war im November 2008 auf der Messe Heim und Handwerk in München zu sehen. Die Teilnehmer zeigten viel Gespür für gestalterische Trends und überzeugten mit eigenständigen Ideen.
Die bayerischen Gesellinnen und Gesellen sind gestalterisch am Puls der Zeit: Extrem dünne Fronten oder Auflagen prägen die eher puristischen Entwürfe, opulente Farben und extravaganter Materialeinsatz sind dazu ein ebenso populärer Gegenpol. Auch die in der Einrichtungsbranche aktuell so beliebten Äthanolfeuerstellen halten Einzug in die Gesellenst...
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Die geteilte Hülle aus formverleimten Furnieren öffnet sich synchron über einen ...
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Seite: 78-79 | Ausgabe: 01/2009
Synchron-Film
Garmisch-Partenkirchen, Innenarchitekt und Dipl.-Designer, Schulleiter a. D.
Das TV-Sideboard von Joachim Bruder, Fachschule für Holztechnik Stuttgart, ist ein feinmechanisches Meisterwerk. Eckhard Heyelmann hat die Bezüge zwischen Form und Funktion untersucht.
Wie eine edle Schatulle wirkt das horizontal an der Wand hängende Möbel mit seiner schlichten, ansprechenden Form, die durch eine betonte 45°-Fuge Spannung erhält. Das Stück weckt Neugier darauf, was sich in ihm verbirgt. Der Korpus aus amerikanischem Ahorn, ein länglicher flacher Rechteckquader, wird umhüllt von zwei Schalen aus amerikanischem Nuss...
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Zerlegbares Bett aus geräucherter Eiche und Ahorn von Lea ...
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Seite: 84-87 | Ausgabe: 12/2008
Betten vom Schreiner
Auf Gesellen- und Meisterstückausstellungen sieht man gelegentlich Betten, häufig gewaltige Bauwerke. An der Fachschule für Holztechnik Stuttgart haben wir zwei stringent gestaltete Exemplare mit interessanten Funktionen gefunden.
Das Bett von Lea Schumschal in geräucherter Eiche kommt ganz ohne Metallbeschläge aus. Das Kopf- und Fußteil, die Zargen sowie die Latten des Rostes sind jeweils mit einem Formschluss verbunden. Vier Ahorn-Doppelschwalben fixieren an den Ecken des Bettes alle Verbindungen zugleich form- und kraftschlüssig. Die Latten aus Ahorn Multiplex lagern mit d...
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Farbleitsystem: Orange zeigt sich nur im Inneren des ...
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Seite: 88-89 | Ausgabe: 12/2008
Sportliche Karosse
Prof. Peter Litzlbauer, Staatl. Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fachbereich Architektur und Design
Dynamische Rundungen prägen das Meisterstück von Alexander Kornis, Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen. Die modifizierte Truhe zeigt Analogien zum Automobildesign.
Die äußere Formensprache dieses Meisterstückes greift das Design der 70er-Jahre mit den runden Ecken und der Farbe Orange gekonnt auf. Die Verbindung der traditionellen Räuchereiche mit dem Werkstoff Corian transponiert es in unsere Zeit.
Elegant wird mit dem dunklen Holz die weiße Fläche umspielt. Horizontale Linien verleihen der Fläche spor...
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Seite: 96-102 | Ausgabe: 11/2008
Gesellenstücke aus Berlin
Baufachfrau Berlin e.V./JN
Im Juli 2008 zeigte die Tischlerinnung Berlin in Kooperation mit der Marcel Breuer Schule eine bunte Vielfalt der Gesellenstücke. Monika Linder war für uns vor Ort und hat verschiedene gestalterische Ansätze dokumentiert.
Rückblickend auf die Ausbildung ist das Gesellenstück für viele Tischler und Schreiner das am persönlichsten geprägte Werkstück ihrer beruflichen Laufbahn. Nie wieder ist man in vergleichbarer Weise mit Mut und Neugierde im Gepäck sein eigener Auftraggeber. Als Momentaufnahme der persönlichen Kreativität und Fertigkeit entstehen Möbel oft in eigenwi...
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Von außen zurückspringende und innen flächenbündige Füllungen bilden ein schönes ...
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Seite: 104-105 | Ausgabe: 11/2008
Massive Tradition
Ursula Maier, Markgröningen, Maître Ébéniste, Innenarchitektin BDIA
Jörn Schulze, Fachschule für Holztechnik Stuttgart, hat einen Kleiderschrank aus Eiche gebaut. Das Massivholz ist perfekt verarbeitet. Eine Reduzierung der Materialstärke könnte dem Stück formal allerdings mehr Spannung verleihen.
Einen Kleiderschrank für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, war das Vorhaben. Jörn Schulze hat diese Anforderung in Beständigkeit, Variabilität des Innenraums, aber auch formale Zurückhaltung übersetzt.
Vorbildlich ist die Verarbeitung des gerade gewachsenen und feinstreifigen Eichenholzes, mit einer wohltuenden, gleichmäßigen Aufteilung v...
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Inszenierte Harmonie Maximilian Callsen schuf einen weißen Acrylkörper im »iPod Design«, der drei ...
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Seite: 88 | Ausgabe: 10/2008
Kleine Möbel, große Ideen
Im zweiten Teil unseres Beitrags (vgl. dds 9/2008, Seite 88) stellt Helmut Specht zwei Kleinmöbel aus der Meisterschule München vor, die mit formal ähnlichen Elementen unterschiedlich umgehen. Die bewusst gestörte Harmonie irritiert und schafft Aufmerksam
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