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Seite: 24 - 27 | Ausgabe: 02 / 2013

Wie Schreiner wohnen

Aus dem Winterschlaf geweckt: Tobias Hofbauer hat in Obergeschoss und Spitzboden von Omas Siedlungshäuschen Wohlfühlräume mit viel Licht geschaffen.
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Das Erdgeschoss ist vermietet, im Ober- und Dachgeschoss gibt es viel Licht und eine tolle Aussicht
Das Erdgeschoss ist vermietet, im Ober- und Dachgeschoss gibt es viel Licht und eine tolle Aussicht

Nach etlichen Jahren als Monteur im Ladenbau und als angestellter Bau- und Möbelschreiner hat sich Tobias Hofbauer vor einem Jahr selbstständig gemacht. Gewerkübergreifend mit Improvisationstalent arbeiten zu können, ist Voraussetzung, um beispielsweise neue Shops über Nacht in der Hauptstadt Großbritanniens entstehen zu lassen. Ob Trockenbau, klassischer Ladenbau oder auch mal malern, bei seinen Einsätzen in London hat Tobias Hofbauer die Berührungsängste zu holzfremden Werkstoffen und Tätigkeiten verloren. Zu Hause am Fuße der Schwäbischen Alb sanierte er nebenbei das eigene Heim. Das Projekt war neben anderen Hausumbauten und der tollen Resonanz darauf sein Ausgangspunkt, um sich selbstständig zu machen. Bei der zuständigen Handwerkskammer meldete er eine eigene Schreinerei an. Das Siedlungshäuschen der Vertriebenengeneration seiner Großmutter vom Anfang der Fünfzigerjahre weckte er aus dem Dornröschenschlaf. Er wandelte den typischen eineinhalbgeschossigen Nachkriegsbau in ein Haus mit zwei attraktiven Wohneinheiten um.

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Wie Schreiner wohnen

In loser Folge berichten wir in dds darüber, wie Kollegen wohnen. Ob auf kleinem Raum im sanierten Siedlungshäuschen oder wie demnächst in der großzügig geschnittenen Stadtwohnung. Hintergründe über die Kollegen ergänzen die dds-Reportagen.

Wohnprojekt dds 02/2013: Schreinerei Tobias Hofbauer www. hofbauer-ausbauen.de

Das Erdgeschoss ist vermietet, im Ober- und Dachgeschoss gibt es viel Licht und eine tolle Aussicht
Am Schwellholz des Fachwerks lässt sich der neue Bodenaufbau erahnen: Heizungsrohre und Kabel liegen auf den alten Dielenböden, eingebettet in eine 60-mm-Trittschalldämmung aus Holzfasern. Schwimmend liegt das Dreischichtparkett darüber. Drehbar gelagert sitzt der Fernseher in der Wand
Eine aus OSB gebaute Konstruktion mit aufgelegten Eiche-Tritten ersetzt die alte Wangentreppe
Der Küchenblock ist dem freigelegten Fachwerk angepasst. Schwarzer Lino auf schwarzer MDF-Platte fasst die Korpusmöbel ein. Den Esstisch hat Tobias Hofbauer aus dem Dreischichtparkett geschreinert
Eine Gaubenanhebung schafft Kopffreiheit. Die Stiege in den Spitzboden wirkt urig in ihrer Patina Helligkeit durch großflächige Dachfenster weitet den engen Spitzboden und lässt Tobias Hofbauer und Freundin Sarah Dorau im rechten Licht erstrahlen
Eingefügt in die Dachschrägen entstand unter Dachfenstern das Büro mit zwei EDV-Plätzen. Abgestuft findet sich viel Stauraum in den Schubkastenmöbeln
Im Bad sind Parkett und Fliesen mit der zementgebundenen Bauplatte Powerpanel verklebt
Die Mittelpfette im Gaubenbereich des neuen Badezimmers ist das einzige Bauteil des Dachstuhls, welches Tobias Hofbauer auswechseln musste. Auf den Sparren liegt nun eine Aufdachdämmung
Durch ein Velux »Cabrio«-Fenster entsteht ein balkonähnlicher Dachaustritt mit freiem Blick