Hommage an den Stollenbau Besprechungstresen von Livius Härer. Klarer Stollenbau in Nussbaum mit sauberen Knotenpunkten und rot lackierten Einschüben. Seitliche Tablarauszüge sind durch Kugelschnäpper gerastert, das Geheimfach in der Rückwand ist wirklich gut versteckt. Eine Stilübung ganz auf der Höhe meisterlicher Fertigkeiten, an der auch Altmeister ihre Freude hätten.
Kinematische Kunst Das Nähtischchen in Esche von Robert Lindemann vereint mehr bewegliche als feststehende Teile. Wenn ein Auslöser in der Vorderzarge betätigt wird, knallt mit Federkraft ein Garnrollenmagazin derart aus der Tischplatte heraus, dass Tablare und Schübe neidisch werden.
Skandinavisches Erbe Bastian Thürich hat mit Schreibtisch und Bank aus Esche und schwarzem Leder ein charaktervolles Ensemble in der Tradition skandinavischer Vorbilder gefertigt. Das Gestell gleicht einem Tragwerk in der Architektur. Um die Konstruktion spannt sich ein festes Leder, das Schreibfläche, Ablage sowie eine Sitzgelegenheit bildet. Gestalterpreis 2009, erster Preis.
Kabinettschrank Statt ewige Quader zu rekapitulieren geht Christian Krüger plastischer an den Möbelbau heran. Halbschalen aus Biegesperrholz bilden den Korpus mit seinen zwei Polen. Flächen sind in amerikanischem Nussbaum furniert, Kanten setzen sich in weißem Lack ab. Das kunstvolle Schränkchen erhielt beim Gestalterpreis 2009 eine Belobigung.
Neue Gewohnheiten Slideboard nennt Jan Aaron Jurisch sein Meisterstück: Der Oberboden gleitet zur Seite, wenn man ihn leicht anstößt. Darunter befindet sich
ein Barfach. Rahmen und Zargen aus Eiche bilden das Skelett des Möbels, das mit Platten aus dem Acrylharz Pral (Abet Laminati) verkleidet ist. Gestalterpreises 2009, zweiter Preis.